Alkoholfahrt kommt 71-Jährigen teuer zu stehen

Amtsgericht

Mit ordentlich Alkohol im Blut hatte ein 71-Jähriger im März mit dem Auto eine Spritztour durch Lünen unternommen. Mit Folgen.

von Jana Peuckert

Gahmen

, 12.12.2019, 10:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Alkoholfahrt kommt 71-Jährigen teuer zu stehen

Unter Alkohol fuhr der 71-Jährige zwei Fahrzeuge an. © picture alliance / dpa

Der Mann hatte ordentlich Alkohol im Blut, als er mit dem Wagen unterwegs war. An der Gahmener Straße hielt er an einer roten Ampel an. Plötzlich rollte er rückwärts und fuhr auf das Fahrzeug einer Frau hinter ihm auf.

Bei dem Zusammenstoß entstand ein Schaden von mehr als 2000 Euro. Statt zu warten, setzte der Mann seine Trunkenheitsfahrt fort. In der Oberbecker-Siedlung dann ein zweiter Unfall. Der 71-Jährige rammte ein parkendes Auto und verursachte einen Schaden von mehr als 4000 Euro.

Anklagebank blieb leer

Für sein Verhalten sollte sich der Mann im Amtsgericht Lünen unter anderem dem Vorwurf der Trunkenheitsfahrt und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis stellen. Seinen Führerschein hatte der Mann nämlich vor langer Zeit wegen eines anderen Deliktes abgeben müssen und seither nicht zurück bekommen.

Mehrere Zeugen erschienen pünktlich zum Gerichtstermin. Die Anklagebank blieb hingegen leer. Per Fax hatte der 71-Jährige mitgeteilt, krank zu sein.

Der Aufforderung, ein ordentliches Attest vorzulegen, war der Mann nicht nachgekommen. So blieb ihm trotz seiner Abwesenheit eine Strafe nicht erspart.

Auf Antrag der Vertreterin der Staatsanwaltschaft erließ der Richter einen Strafbefehl in Höhe von 120 Tagessätze zu je 40 Euro. Der Angeklagte kann diese Entscheidung akzeptieren und die insgesamt 4800 Euro zahlen, oder Einspruch einlegen.

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