Das Archivbild zeigt das Lüner Rathaus im März des vergangenen Jahres. © Matthias Stachelhaus
Meinung

Aller Anfang ist schwer: Das gilt auch für das Lüner Klimaschutzkonzept

Die Diskussionen um das Lüner Klimaschutzkonzeptes nahmen im Stadtrat mitunter schon beleidigende Züge an. So viele Umweltexperten auf einem Haufen, das wäre fast schief gegangen.

Nur gut, dass für die Erstellung des Lüner Klimaschutzkonzeptes und die damit verbundene Einrichtung der Stelle einer Klimaschutzmanagerin (2019) in der Verwaltung ordentlich Fördergelder vom Bund geflossen sind.

Versehen mit einer Frist, wonach das Konzept im September dieses Jahres nicht nur auf dem Tisch, sondern auch vom Stadtrat verabschiedet sein musste.

Wenn nicht, wären die Fördergelder auf Kosten des ohnehin schon leeren Stadtsäckels zu erstatten gewesen.

Kein Wunder also, dass die breite Mehrheit der Lüner Volksvertreter nach zahlreichen, aus Beobachtersicht nicht enden wollenden Diskussionen über Monate, grünes Licht für das Konzept gegeben hat.

Für ein Scheitern des Konzeptes wollte niemand verantwortlich sein. Dafür war und ist der Druck von der Straße viel zu groß.

Was das Konzept als solches angeht: Es ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Das kann es auch gar nicht sein. Denn es ist schlichtweg unmöglich, auf Jahre hinaus jedewede umweltpolitische Maßnahmen und deren Kosten exakt zu benennen.

Das Klimaschutzkonzept stellt vielmehr einen Rahmenplan da. Dieser ist nicht in Stein gemeißelt und wird regelmäßig zu modifizieren sein, aber: Ein Anfang ist gemacht.

Über den Autor
Redaktion Lünen
Jahrgang 1968, in Dortmund geboren, Diplom-Ökonom. Seit 1997 für Lensing Media unterwegs. Er mag es, den Dingen auf den Grund zu gehen.
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Torsten Storks