Altbewährt oder jung? SPD hat die Qual der Wahl bei Kreistagskandidaten

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Ferhat Aydin (36) möchte für die SPD in den Kreistag ziehen. Ob etwas daraus wird, entscheiden nicht nur die Wähler. Er muss es erst einmal auf die Wahlliste schaffen. Und da ist es voll.

Lünen

, 25.05.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

So viel steht schon vor der Kommunalwahl am 13. September fest: Der neue Kreistag wird sich verkleinern. Die Zahl der Kreistagsmandate richtet sich nach der Einwohnerzahl des Kreises Unna. Und die wurde im Vergleich zur Kommunalwahl 2014 neu errechnet. Die Folge: Statt sieben Lüner Wahlbezirke für die Wahl zum Kreistag gibt es nur noch sechs. Die Zahl der SPD-Bewerber hat sich aber nicht im selben Maße verändert.

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Sieben Wahlbezirke, sieben Vorschläge: So war das in der Vergangenheit. An diesem Dienstagabend (26. Mai) hat es Vorstand des SPD Stadtverbands nicht so leicht: sieben Bewerber für sechs Plätze.

Sechs Amtsträger treten noch einmal an

Die elf Ortsverbände - jeder zwischen 48 und 300 Mitglieder stark - haben die Vorschläge erarbeitet. Sechs Namen, die auf der Vorschlagsliste stehen, sind bereits bekannt: die bisherigen Kreistagsmitglieder der SPD Lünen, drei Männer und drei Frauen, - unter ihnen zwei aus Brambauer, aber niemand aus dem Norden. Nummer sieben auf der Liste ist neu: Ferhat Aydin, seit 2019 Vorsitzender des Ortsverbandes Lünen Nord.

Nur ein bisheriges Kreistagsmitglied will nicht mehr antreten: Dieter Mendrina. Die SPD in Lünen-Nord setzt auf Verjüngung - auf den Lehrer und Familienvater Aydin: „Von der Bundespartei zu verlangen sich zu erneuern ist leicht“, sagt er. Das müsse an der Basis beginnen.

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