Ampellösung für Brücke Bergstraße ist endgültig vom Tisch - trotz schlechter Sicht

rnEinspurige Brücke

Entgegen früheren Angaben der Verwaltung würde die Installation einer Ampel-Anlage an der Brücke Bergstraße 55.000 Euro und nicht 100.000 Euro kosten. Trotzdem wird es keine geben.

Lünen

, 28.06.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es bleibt dabei: An der Brücke Bergstraße wird es auch in Zukunft keine Ampelanlage geben. Einen entsprechenden Antrag der Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) hat der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung in seiner Sitzung Donnerstagabend (27.) im Rathaus mehrheitlich abgelehnt.

Vor der Abstimmung hatte sich schon die Verwaltung mit Lünens Technischem Beigeordneten Arnold Reeker einmal mehr gegen die Installation einer Ampel-Anlage ausgesprochen - trotz geringerer Kosten als ursprünglich gegenüber unserer Redaktion beziffert.

Ampellösung für Brücke Bergstraße ist endgültig vom Tisch - trotz schlechter Sicht

Arnold Reeker ist Lünens Technischer Beigeordneter © Linnhoff (A)

Hieß es Anfang Juni bei der Stadt noch, eine Ampel-Lösung würde rund 100.000 Euro kosten, war Donnerstagabend - im Vergleich dazu - nur noch von rund 55.000 Euro die Rede. Zu der Differenz machte Arnold Reeker keine Angaben.

Wie von unserer Redaktion bereits berichtet, dürften die geringeren Kosten damit zu tun haben, dass das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSV) beim Bau der Brücke vorsichtshalber ein Leerrohr verlegt hat.

Derweil erklärte Reeker, dass die Verwaltung, die Verkehrsplaner befürchteten, dass „wir durch eine Ampel-Anlage mehr zusätzlichen Verkehr anziehen, als dass wir ihn regeln können“.

Ampellösung für Brücke Bergstraße ist endgültig vom Tisch - trotz schlechter Sicht

Das Bild aus August 2017 zeigt den Einhub der neuen Brücke Bergstraße. © Goldstein

Nach Angaben der Verkehrsplanung befahren pro Tag 1900 bis 2000 Fahrzeuge die Brücke, wobei es keine Hauptfahrt-Richtung gibt. Mal seien es 50 Fahrzeuge mehr in die eine Richtung, mal 50 Fahrzeuge mehr in die andere Richtung, hieß es. Der LKW-Anteil mache 2 bis 4 Prozent aus.

Video heizt Diskussion an

Zur Erinnerung: Die Diskussion um das Für und Wider einer Ampel-Anlage hatte durch ein Video Anfang Mai an Fahrt aufgenommen. Das Video zeigt zwei Autofahrer, die sich auf der Brücke Bergstraße gegenüber standen. Die ist einspurig mit Vorfahrtsregelung. Trotzdem wollte erst keiner zurücksetzen.

Eine Situation, die sowohl nach Einschätzung der Verwaltung als auch einer Mehrheit des Ausschusses wohl eher die Ausnahme als die Regel ist.

Für den Fall, dass sich auf der Brücke, wie auf dem Video zu sehen, zwei Autos gegenüber stehen, appellierten Verwaltung und Ausschuss an die betroffenen Autofahrer, respekt- und rücksichtsvoll miteinander umzugehen.

Mit der Entscheidung von Donnerstagabend gegen eine Ampel-Anlage bleibt sich der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung treu.

Schon im Februar 2018 hatte das Gremium einen entsprechenden Bürgerantrag abgelehnt, allerdings mit der Auflage, sich in der Folgezeit die Verkehrssituation anzuschauen, beziehungsweise von der Verwaltung anschauen zu lassen. Das ist nun passiert.

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