An der Kamener Straße bleibt es weiter dunkel

Neue Beleuchtung kommt später

Noch immer tut sich nichts an der Kamener Straße: Die vor Monaten von der Stadt Lünen zugesagte neue Beleuchtung kommt vorerst nicht. Frost verhindere aktuell die Bauarbeiten. Eigentlich sollten die Arbeiten nach ursprünglichen Planungen jetzt schon mindestens im Gange sein - wäre alles ideal verlaufen.

LÜNEN

, 19.01.2016, 14:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
An der Kamener Straße bleibt es weiter dunkel

Eigentlich sollte es an der Kamener Straße wieder eine Straßenbeleuchtung geben. Doch das zieht sich noch.

Bis es mit der Montage und der Fertigstellung der Straßenbeleuchtung an der Kamener Straße etwas wird, dürften wohl noch Wochen ins Land gehen. Schuld ist nach Angaben der Stadt die „momentane Wetterlage“. Für die Betonierung der Fundamente seien stabile Plustemperaturen notwendig, sagte Stadtsprecherin Simone Kötter: „Dies ist derzeitig nicht der Fall. Dementsprechend müssen wir mit dem Beginn der Arbeiten warten, bis die Wetterlage stabil ist.“ 

Fußgänger und Radfahrer müssen weiter warten

Ähnlich hatte sich zuvor Stadtwerke-Sprecherin Jasmin Teuteberg geäußert – die Stadtwerke zeichnen verantwortlich für die Baumaßnahme: „Die derzeitige Witterung mit vorhergesagtem Nachtfrost lässt eine Betonierung der nötigen Fundamente nicht zu. Ferner ist die Kabelverlegung nach den Regeln der Technik bei den Temperaturen nicht möglich. (...) Den Zeitpunkt des Baubeginns legt die Stadt Lünen fest.“ Zuvor ließen wegen langer Lieferzeiten notwendige Materialien auf sich warten. Einen fixen Fertigstellungstermin hatte die Stadt Lünen übrigens nie genannt.

Sanierung im Jahr 2013 für 1,3 Millionen Euro

Fußgängern und Radfahrern bleibt demnach nichts anderes übrig, als „abzuwarten und Tee zu trinken“, wie der Volksmund sagt. Zur Erinnerung: Die Kamener Straße wurde 2013 vom Landesbetrieb Straßen NRW für 1,3 Millionen Euro saniert.

  • Im Zuge der Baumaßnahme entstanden an beiden Seiten neue Radwege.
  • Diese sind aus Kritikersicht seit der Sanierung deutlich schlechter ausgeleuchtet als vorher.
  • Zu den Kritikern zählten Teile der Bürgerschaft, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) und der Lüner SV.
  • Das war der Grund für die Politik, sich des Themas anzunehmen und zusätzliche Lampen für die Kamener Straße von der Verwaltung einzufordern.
  • Die legte Anfang 2015 zwei Kostenvoranschläge auf den Tisch.
  • Leuchten auf der Nordseite der Kamener Straße, wo es Leerrohre gibt, würden 70.000 Euro kosten, hieß es im Februar 2015.
  • Auf der Südseite, dort liegen keine Leerrohre, würden die Lampen mit rund 112.000 Euro zu Buche schlagen.
  • Angesichts der desolaten Haushaltslage soll nunmehr die günstigere Variante für 70.000 Euro umgesetzt werden.

Im Video haben wir bereits im Oktober 2015 gezeigt, wie die Lüner für eine bessere Straßenbeleuchtung an der Kamener Straße gekämpft haben:

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