Angeklagte sollen Kokain in Lünen verkauft haben

Drogenhandel im großen Stil

Knapp drei Kilogramm Kokain und jede Menge Marihuana sollen zwei 23 und 35 Jahre alte Männer in Dortmund und Lünen verkauft haben. Auch in eine größere Rauschgift-Bande sollen sie involviert gewesen sein. Als Umschlagplatz dienten zwei Wohnungen an der Gahmener Straße. Seit Donnerstag stehen sie vor Gericht.

LÜNEN

17.08.2017, 17:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Vor dem Dortmunder Landgericht hat am Donnerstag ein Prozess gegen zwei mutmaßliche Drogendealer begonnen. Zu den Umschlagplätzen sollen auch zwei Dachgeschosswohnungen an der Gahmener Straße gehört haben. Telefonische Bestellungen, konspirative Wohnungen, bündelweise Bargeld: Die Anklage gegen die zwei 23 und 35 Jahre alten Männer ist ein echtes Schwergewicht.

Insgesamt geht es um Straßendeals im Umfang von knapp drei Kilogramm Kokain, außerdem um jede Menge Marihuana. Zwischen Sommer 2016 und Februar 2017 sollen die beiden Angeklagten abwechselnd die Leitung einer Rauschgift-Bande mit dem Namen „Franco“ übernommen haben.

Verdächtige sitzen seit Razzia im Februar in U-Haft

Laut Anklage hatte sich die Gruppierung, zu denen neben den Angeklagten noch mindestens fünf weitere Mitglieder gehört haben sollen, auf den täglichen Straßenverkauf von Kokain spezialisiert. Ausgangspunkte der illegalen Deals waren laut Staatsanwaltschaft neben einem Pizzeria-Keller in der Dortmunder Nordstadt vor allem zwei Dachgeschosswohnungen an der Gahmener Straße.

Nach einer Razzia am 17. Februar sitzen beide Angeklagte in U-Haft. Laut Anklage wurde damals in einem Wohnmobil, das in Nähe zu den Wohnungen an der Gahmener Straße geparkt war, eine Plastiktüte mit 163 Deal-Einheiten Kokain sowie 630 Euro Bargeld entdeckt.

Angeklagte haben sich noch nicht zum Sachverhalt geäußert

Der Großteil der Vorwürfe stützt sich allerdings auf Aufzeichnungen in einem Notizbuch. Die Staatsanwaltschaft errechnet allein aus den Notizen Kokain-Deals im Volumen von rund 2,5 Kilogramm. Zum Prozessauftakt hat sich noch keiner der Angeklagten geäußert. Neben einer Haftstrafe droht dem älteren Angeklagten möglicherweise ein Aufenthalt in einer Drogen-Entzugsklinik. Urteile: frühestens Mitte September.

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