Angriff mit abgebrochenem Flaschenhals

Schlägerei

LÜNEN Mit Glasflaschen ging ein 35-Jähriger aus Lünen im Hauptbahnhof Bochum auf eine vierköpfige Personengruppe los. Der Schläger wurde verhaftet, die vier Angegriffenen erlitten Verletzungen.

01.03.2010, 11:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Ehemann der Verstorbenen wurde vorläufig festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Der Ehemann der Verstorbenen wurde vorläufig festgenommen und befindet sich nun in Untersuchungshaft.

Wie die Polizei am Montag mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstag im Bochumer Hauptbahnhof. Der 35-Jährige war in Begleitung einer zweiten Person, die sich ebenfalls an dem Angriff beteiligte. Zunächst gingen die beiden Schläger auf vier in der Empfangshalle wartende Personen zu und schlugen bzw. traten auf diese ein. Im Verlauf der heftigen Auseinandersetzung gingen letztendlich alle Beteiligten mit Glasflaschen aufeinander los. Hierbei zog sich ein 28-jähriger aus Essen, vermutlich durch einen abgebrochenen Flaschenhals Stich- und Schnittverletzungen im unteren Rückenbereich zu. Drei weitere Personen aus Essen und Duisburg erlitten bei dem Angriff Schnittverletzungen an der Hand, und Prellungen im Kopfbereich.Kein Motiv erkennbar Eine verständigte Streife der Bundespolizei konnte den Lüner Tatverdächtigen am Treppenaufgang zum Gleis 1 festnehmen. Nach einer weiteren Person wird noch gefahndet. Ein Motiv für die Auseinandersetzung konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Der Festgenommene gab an, im Verlaufe der Nacht, "zwei Nasen Koks", sechs Kräuterliköre und zahlreiche Wodka getrunken zu haben. Ein Atemalkoholtest ergab einen Mittelwert von 1,14 Promille.

Zur Kontrolle ins Krankenhaus Der 36-Jährige, der selbst über Schmerzen im Rücken- und Schulterbereich klagte, wurde über die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen gefährlicher Körperverletzung in Kenntnis gesetzt. Die vier verletzten Personen, von denen drei der Betäubungsmittelszene zuzuordnen sind, suchten ein Krankenhaus auf, wurden jedoch nach erfolgter Behandlung auf eigenen Wunsch wieder entlassen.  Die Ermittlung der Bundespolizei zum genauen Tathergang und die Fahndung nach dem zweiten Täter dauern an.

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