Anklage: Ehefrau verblutete im Flur

LÜNEN/DORTMUND Ein 72-jähriger Mann aus Lünen muss sich seit Donnerstag vor dem Dortmunder Schwurgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Senior vor, dass er seine Ehefrau (65) nach einem schweren Sturz verbluten ließ.

22.01.2009, 13:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anklage: Ehefrau verblutete im Flur

Auch am Tattag, dem 22. Juli 2008, sollen beide stark betrunken gewesen sein. Bei der 65-jährigen Frau wurden später über zwei Promille festgestellt. Nach eigenen Angaben hatte der Angeklagte gehört, dass seine Frau gefallen sei. Das sei jedoch nicht ungewöhnlich gewesen und schon öfter vorgekommen. Deshalb habe er sich auch nicht weiter um sie gekümmert. "Ich dachte mir, ich lass sie ihren Rausch ausschlafen, dann geht sie schon wieder nach oben", sagte der Lüner vor Gericht.

Dass seine Frau bei dem Sturz durch die gläserne Hauseingangstür gefallen sei und sich dabei den Oberarm aufgeschnitten habe, sei ihm nicht aufgefallen. Tatsächlich war die 65-Jährige damals innerhalb weniger Minuten verblutet. Einem Passanten war Stunden später aufgefallen, dass der Arm der Frau in der Haustür steckte. Er hatte daraufhin die Polizei alarmiert.

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