Anti-Islam-Demo muss am Lüner Bahnhof bleiben

Polizei erteilt Auflagen

Anders als angekündigt wird der "Spaziergang gegen Islamisierung" am Sonntagnachmittag in Lünen kein Rundgang werden. Denn wie die Polizei mitteilt, werden die "NRW-Patrioten" am Bahnhof bleiben müssen. Was der Grund ist, wie viele Personen erwartet werden und was als Gegen-Demo geplant ist, lesen Sie hier.

LÜNEN

, 30.10.2015, 15:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Anti-Islam-Demo muss am Lüner Bahnhof bleiben

Hier treffen sich am Sonntag die NRW-Patrioten, um gegen Islamisierung und "Asylwahnsinn" zu demonstrieren.

Der von den sogenannten NRW-Patrioten angemeldete „Spaziergang gegen Islamisierung“ wird nicht durch Lünen führen, sondern stationär vor dem Bahnhof stattfinden. Das bestätigte eine Polizeisprecherin am Freitag auf Anfrage. Jetzt steht auch fest, wie viele Teilnehmer die Veranstalter von Demo und Gegendemo erwarten.

Der Anmelder, offenbar ein Mann aus Hagen, sei nach Angaben der Polizeisprecherin nicht auf das Gesprächsangebot der Polizei eingegangen – es war eigentlich für Donnerstag vorgesehen: „Deswegen haben wir verfügt, dass es eine Standkundgebung sein wird“, sagt die Sprecherin. Der Anmelder habe eine erwartete Personenzahl von 50 Personen angegeben.

Gegendemo wird um ein Vielfaches größer

Auf dem Willy-Brandt-Platz werden dagegen rund 500 Gegendemonstranten erwartet. Diese Zahl hat Daniel Wolski angegeben, Juso-Vorsitzender und stellvertretender SPD-Parteivorsitzender. Er hat die Gegendemo als Privatmann angemeldet. Als Redner werden dort unter anderem Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns, NRW-Integrationsminister Rainer Schmeltzer und der Vorsitzende des Lüner Integrationsrats, Gürbüz Demirhan, erwartet. „Es freut mich sehr, dass wir so einen breiten Schulterschluss erreicht haben“, sagt Wolski.  

Ihm sei persönlich wichtig, an diesem Wochenende ein Zeichen zu setzen. Er ist zuversichtlich, dass das gelingen wird: „Wir haben viel dafür geworben und sehr gute Rückmeldungen erhalten.“ Neben dem Lüner Aktionskreis gegen Rechtsextremismus hat Freitag auch die evangelische Kirche in Lünen zur Teilnahme an der Gegendemo aufgerufen.  

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