Anträge auf Corona-Soforthilfe: Lünen belegt Spitzenplatz im Kreis Unna

rnMillionen-Zahlungen

Bis zum 31. Mai konnten kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler in NRW einen Antrag auf Corona-Soforthilfe stellen. In Lünen gab es kreisweit die meisten dieser Anträge.

Lünen

, 25.06.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Insgesamt 520.709 Anträge auf Soforthilfe wurden beim Land Nordrhein-Westfalen zischen dem 27. März und 31. Mai registriert. Rund 86 Prozent dieser Anträge wurden nach Angaben der Bezirksregierung Arnsberg von Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten gestellt.

Wenig überraschend: Die Mehrheit der Anträge stammt aus der Dienstleistungsbranche. Hier unterscheidet das Land NRW zwischen „freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen“, die mit mehr als 112.000 Anträgen die Tabelle anführen, und „sonstigen Dienstleistungen“, auf die rund 109.000 Anträge entfallen sind. Platz drei belegt schon mit deutlichem Abstand die Kategorie „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz“ mit rund 65.000 Anträgen. Aus dem Baugewerbe kamen rund 21.000 Anträge aus Soforthilfe (Rang 6 von 12), aus der Landwirtschaft rund 2750 (Rang 8).

An Betriebe aus der Kategorie „Sonstige Dienstleistungen“ zahlte das Land NRW rund 1,14 Milliarden Euro Soforthilfe aus, die Freiberufler und Wissenschaftler kamen auf rund 1,08 Milliarden Euro. Rund 676 Millionen Euro gingen an den Handel und die Kfz-Branche, die Landwirtschaft erhielt rund 29 Millionen Euro.

Mit 1472 Anträgen auf Corona-Soforthilfe nimmt Lünen die Spitzenposition im Kreis Unna ein - noch vor der Kreisstadt selbst (1246 Anträge) und Schwerte (1022). Die wenigsten Anträge (287) kamen aus Bönen.

15,5 Millionen Euro für Lüner Betriebe

Auch in der Lippestadt entfällt das Gros der Anträge auf die „Sonstigen Dienstleistungen“, hier gab es 436 Anträge. Freiberufliche und wissenschaftliche Dienstleistungen belegen mit 299 Anträgen Platz zwei, die drittmeisten Anträge kamen aus dem Handel und der Kfz-Branche (276). Ebenfalls dreistellige Antragszahlen hatten in Lünen die Branchen „Verarbeitendes Gewerbe“ (156) und „Gastgewerbe“ (143). Die Summe aller Auszahlungsbeiträge betrug in Lünen rund 15,5 Millionen Euro.

Damit bewegt sich die Lippestadt im landesweiten Trend, der die Dienstleistungsbranchen in abwechselnder Reihenfolge regelmäßig an der Spitze sieht. Allerdings erkennt das Land generell regionale Unterschiede - so spielt das Gastgewerbe beispielsweise im Hochsauerlandkreis eine wichtige Rolle, entsprechend hoch sind dort die Antragszahlen aus dieser Branche. Im Märkischen Kreis ist das verarbeitende Gewerbe deutlich stärker vertreten als in anderen Regionen.

Im Kreis Unna verhält sich der Trend nahezu deckungsgleich mit Lünen. Die Dienstleistungsgewerbe belegen die vorderen Plätze. Ein Zeichen des Strukturwandels: Lediglich vier Anträge kamen aus der Branche „Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden“, die auch landesweit den geringsten Anteil hat.

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