Anwohner der Bergstraße warten jetzt auf Reaktion der Stadt Lünen

rnÄrger mit Lkw

Immer mehr Anwohner der Bergstraße tun sich zusammen, um ihrem Ärger über den Lkw-Verkehr und die Wendemanöver der Laster in ihrer Straße Luft zu machen. Nun wenden sie sich an die Stadt.

Lünen

, 03.04.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Immer öfter wird Christoph Weischenberg von Nachbarn angesprochen. Seit 30 Jahren wohnt er mit seiner Familie in der Bergstraße. Doch in den vergangenen Jahren ärgerte er sich immer öfter über den weiter ansteigenden Lkw-Verkehr in der Straße.

Das geht auch vielen seiner Nachbarn so. In einer Ausschuss-Sitzung hatte die Stadtverwaltung die Einrichtung von Parkbuchten als Lösung gesehen. Doch jetzt erlebten Nachbarn, dass ein parkendes Auto dort erheblich beschädigt wurde. Das Fahrzeug, das den Schaden verursacht hatte, fuhr davon. Fahrerflucht.

„Wir werden uns auf jeden Fall mit den Anwohnern zusammen tun“, sagt Christoph Weischenberg. Er hat sich nun auch offiziell mit einem ausführlichen Schreiben an die Stadt Lünen gewandt. Darin schlägt er vor, was vielen Nachbarn auf der Seele brennt: Wenn die Kontaktsperre wegen des Coronavirus aufgehoben ist, möchte man sich vor Ort mit Vertretern der Stadt Lünen treffen.

Jetzt lesen

„Wir erwarten seitens der Stadt entsprechende Maßnahmen und Lösungsansätze“, heißt es in dem Schreiben. Den Empfang hat die Stadt Lünen mittlerweile per Mail bestätigt.

In der Mail heißt es: „Derzeit wird in der Abteilung Straßenbau geprüft, in wie weit kleine bauliche Maßnahmen (auf vorhandener Fahrbahn) möglich sind, um den LKW-Rangierverkehr im südlichen Bereich der Bergstraße zu unterbinden.“

Anwohner warten auf Lösungsvorschläge

Die Anwohner, so Weischenberg im Gespräch mit unserer Redaktion, sehen „mit Interesse entsprechenden Lösungsvorschlägen entgegen.“ Denn so wie bisher könne es nicht weitergehen. Immer noch fahre Schwerlastverkehr die Straße entlang, um dann mühsam im Wohngebiet zu wenden. Die Laster kommen vom Kreisverkehr Kupferstraße, fahren dann in südliche Richtung bis zum Abzweig Bergstraße/Kleine Bergstraße, um dort zu wenden.

Bis ein Ortstermin mit Anwohnern und Vertretern der Stadt möglich ist, könne es ja, so Weischenberg, vielleicht schon Lösungsansätze von Seiten der zuständigen Verwaltung geben.

Jetzt lesen

Nach Ansicht der Anwohner sei ab dem Wohnhaus Bergstraße 34 die Notwendigkeit für den „extremen Lkw- und Schwerlastverkehr weder nachvollziehbar noch für die Anwohner weiter hinnehmbar.“

Da dieser Lkw- und Schwerlastverkehr zudem noch die Straße schädige und Lärm verursache, sei dies in puncto Wohn- und Lebensqualität eine große Belastung. Außerdem fürchten die Anwohner, dass letztlich sie zur Kasse gebeten werden, wenn die Straßenschäden durch den Schwerlastverkehr so groß werden, dass der Belag saniert werden muss.

Schäden gebe es bereits jetzt am Straßenauf- und -unterbau, aber auch an Bürgersteigen, die von Lkw im nördlichen, vorderen Bereich von der Kupferstraße aus, als Ladezone genutzt werden.

Lesen Sie jetzt