Audi verzichtet auf Berufung: Dieselklage endet für Lüner erfolgreich

rnLandgericht Dortmund

Zur Not wäre er bis vor ein Bundes- oder ein europäisches Gericht gegangen - doch bereits ein Urteil des Landgerichts Dortmund reicht nun aus, dass ein Lüner Schadenersatz von Audi bekommt.

Lünen

, 11.11.2020, 20:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Jahr 2016 hatte sich Michael P. aus Lünen einen Audi A8 gekauft - in der Annahme, dass es sich dabei um ein „sauberes“ Auto handelt. Doch irgendwann erreichte den Lüner dann doch das Schreiben, dass er sich doch bitte ein Softwareupdate aufspielen lassen soll. Michael P. ignorierte die Schreiben, bis das Kraftfahrtbundesamt ihm schließlich mitteilte, dass sein Fahrzeug stillgelegt würde, wenn er kein Update aufspielen lässt.

Urteil ist rechtskräftig

Doch der 52-Jährige hatte zu viel Schlechtes gehört - von höherem Verbrauch, geringerer Leistung und schnellerem Verschleiß. Er entschied sich zu einer Klage gegen Audi mit dem Ziel, dass der Konzern das Auto zurücknimmt und ihm den Kaufpreis abzüglich des Nutzungswertes erstattet. Genauso stand es dann auch im Urteil des Dortmunder Landgerichts.

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Mittlerweile steht auch fest, dass dieses Urteil rechtskräftig ist und Michael P. sein Geld zurückbekommt. „Die Audi AG hat keine Berufung eingelegt“, teilte die Kanzlei Gesterkamp PartGmbB unserer Redaktion mit. Das Urteil selbst hatten die Anwälte als „Meilenstein“ bezeichnet, da für das Gericht offenbar feststeht, dass in dem Auto eine illegale Abschaltvorrichtung eingebaut worden ist. Dies hatte Audi bisher stets bestritten. Der Richter habe erwogen, den Fall zur Ermittlung an die Staatsanwaltschaft zu geben.

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