Aufbruchstimmung in der sozialen Stadt Gahmen

Drei Projekte

Die Skateranlage „Spiel- und Bewegungspark Kaubrügge“ wird es nicht geben. Sie war eines der Projekte der Sozialen Stadt Gahmen und ein sehnlicher Wunsch der Jugendlichen.

LÜNEN

29.08.2012, 07:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das ev. Gemeindezentrum Kümperheide wird abgerissen. Hier entsteht ein soziokulturelles Zentrum.

Das ev. Gemeindezentrum Kümperheide wird abgerissen. Hier entsteht ein soziokulturelles Zentrum.

„Ein Gutachten hat ergeben, dass eine Skateranlage auf dem derzeitigen Bolzplatz neben direkter Wohnbebauung schlichtweg zu laut ist“, bedauert Stadtentwicklerin Beate Schürmann den Rückschlag. Nun gilt es, nach Alternativen für den Platz zu suchen.  

Hierbei sollen, ebenso wie bei allen anderen Projekten der Sozialen Stadt Gahmen die Bürger und insbesondere auch die Kinder- und Jugendlichen direkt mitwirken können. Das Planungsbüro „plan lokal“ aus Dortmund ist damit beauftragt, die Bürgerinteressen zu ergründen, zu bündeln und in die Planung mit einzubinden. So steht am Mittwoch, 29. August, von 11 bis 15 Uhr ein Info-Stand des Planungsbüros auf dem Gahmener Marktplatz. Dort können Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit den Planern ins Gespräch kommen, ihre Ideen einbringen und einen Fragebogen ausfüllen.

Es soll nicht nur um den Spiel- und Bewegungspark Kaubrügge gehen, sondern auch um die Ausführung des Bürgerparks Gahmener Senke und um den Quartiersoffenen Spielparcours auf dem Schulhof der Vinckeschule.   Auch werden Ideen entwickelt in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendcafé, der Vinckeschule und der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Mit im Boot sind auch die SG Gahmen, der TV Gahmen, der Lippeverband.  Das würde auch zu einer stärken Verantwortung und sozialen Kontrolle gegenüber den Projekten der Sozialen Stadt führen, betont Alfred Körbel von plan-lokal. Er ist optimistisch, dass die Bürgerbeteiligung gerade in so einem Stadtteil wie Gahmen mit 2500 Einwohnern gute Erfolgschancen hat. „Wir haben hier den entscheidenden Vorteil, dass Fläche und Geld bereit stehen, etwas Neues zu entwickeln.“  

Auch Beate Schürmann freut sich, dass nach den Querelen um die Soziale Stadt Gahmen der vergangenen Jahre jetzt eine Aufbruchstimmung herrscht und schon bald Baubeginn für die ersten Projekte wie das Soziokulturelle Zentrum, das Wassererlebnis Süggel und der Bürgerpark.

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