Ab dem 11. Oktober gibt es keine kostenlosen Tests mehr. Was sagen die Lünerinnen und Lüner dazu? Wir haben uns in der Innenstadt umgehört? © Emilia Knebel
Coronavirus

Aus für kostenlose Bürgertests ab Oktober: Wie kommt das an in Lünen?

Ab dem 11. Oktober werden Corona-Schnelltests kostenpflichtig. Gleichzeitig wird die „3-G-Regel“ ab Ende August wieder ausgeweitet. Die Reaktionen in Lünen sind darauf unterschiedlich.

Getestet, geimpft oder genesen – die meisten von uns können die „3-G-Regel“ mittlerweile wohl im Schlaf aufsagen. Und mit den kostenlosen Schnelltests, die man an fast jeder Ecke machen kann, war die Regel auch für Ungeimpfte bis jetzt kein großes Problem. Nun aber hat die Bundesregierung beschlossen, dass es die bislang vom Bund finanzierten kostenlosen Bürgertests ab 11. Oktober nicht mehr geben soll. Ausgenommen davon sind nur Schwangere, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie andere Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

Für alle anderen heißt das: Wer für den Restaurantbesuch, den Tag im Schwimmbad oder die Hotelübernachtung einen negativen Test braucht, weil er nicht geimpft ist, muss den künftig selbst bezahlen. Dazu kommt, dass die „3-G-Regel“ ab Ende August wieder ausgeweitet werden soll. So wird sie bald auch wieder in Fitnessstudios oder Friseursalons gelten. Kritiker sprechen deshalb von einer „indirekten Impfpflicht“. Aber wie sieht das Stimmungsbild in Lünen aus?

Zustimmung unter den Lünern in der City

Grundsätzlich scheinen die Lüner die bald kostenpflichtigen Tests zu befürworten. So zum Beispiel Christian Rott. „Die Allgemeinheit sollte nicht für die Tests derjenigen zahlen müssen, die sich nicht impfen lassen wollen“, so Rott. Und die Möglichkeit, sich impfen zu lassen und somit auf Tests zu verzichten, hätte schließlich jeder gehabt. Dem stimmt auch Christa Gördes zu: „Ich bin geimpft und finde es gut, dass ich die Tests der Ungeimpften bald nicht mehr mitbezahlen muss“.

Ähnlich sieht das Petra Kerkemeier. Sie hofft außerdem, dass sich durch die Maßnahmen einige ungeimpfte Menschen doch noch für eine Impfung entscheiden: „Ich denke, dass die, die nicht ganz so impffreudig sind, sich das vielleicht doch nochmal überlegen. Denn Impfen ist wichtig“.

Meinung: Noch zu früh für kostenpflichtige Tests

Aber nicht alle halten die Abschaffung der kostenlosen Tests für den richtigen Weg – zumindest noch nicht jetzt. „Ich denke dass das zukünftig der richtige Weg sein könnte, aber noch nicht jetzt“, sagt Christopher Adamietz. Seiner Meinung nach sollte man sich mit diesen Schritten noch mehr Zeit lassen und nochmal auf die Menschen eingehen, sich impfen zu lassen.

Im Gegensatz dazu sehen einige Lüner in den kostenpflichtigen Tests, die man bald für den Besuch in Fitnessstudios, Schwimmbädern, Hotels oder Restaurants braucht, eine indirekte Impfpflicht. „So werden die, die sich nicht impfen lassen wollen, dann doch dazu gebraucht. Das finde ich schwierig“, so eine Lünerin.

Über die Autorin
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Geboren und aufgewachsen im Sauerland, dort erste Erfahrungen im Lokaljournalismus gesammelt und für das Journalistik-Studium schließlich nach Dortmund gezogen. Dem Lokaljournalismus weiterhin treu geblieben, schreibe ich hier über alles, was in Lünen und Umgebung so los ist.
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