Ausrangierte Schränke aus dem Lüner Museum helfen Klinikbau in Ghana

Auch vier Unterstützer aus Lünen stehen Peggy Griewel (l.) tatkräftig zur Seite, um altes Inventar aus dem Wellenbad Bergkamen und dem Lüner Museum abzubauen. Es wird für den Krankenhausbau in Ghana verschifft.
Auch vier Unterstützer aus Lünen stehen Peggy Griewel (l.) tatkräftig zur Seite, um altes Inventar aus dem Wellenbad Bergkamen und dem Lüner Museum abzubauen. Es wird für den Krankenhausbau in Ghana verschifft. © Griewel
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Im Museum der Stadt Lünen wird gepackt und ausrangiert. Voraussichtlich Ende 2024 soll die stadthistorische Sammlung in die umgebaute Villa Urbahn und den neuen Anbau im Herzen der Innenstadt ziehen. 20.000 Ausstellungsstücke landen in Kisten.

Einiges aus dem Museums-Inventar wird nicht weiterverwendet. Dazu gehören zwei Gitterschränke, ein Spind und Schlüsselkästen. Sie werden nicht verschrottet, sondern bekommen eine neue Zukunft: In dem Krankenhaus, das der Arzt Dr. Samuel Okae in Ghana aus Spenden baut. „Die Schlüsselkästen sind ideal für den OP-Vorraum und den Spind können wir in der Werkstatt für Medizintechnik gebrauchen“, sagt die Lünerin Peggy Griewel, die seit Jahren als engagierte Helferin das Projekt unterstützt.

Vier neue Helfer aus Lünen

Die Museumschränke werden am 5. September abgeholt. Sie landen in dem großen Container, mit dem auch Duschen, Umkleidekabinen und Spinde des geschlossenen Wellenbades Bergkamen verschifft werden. Die Suche nach Helfern hat in Lünen Resonanz gefunden: Vier tatkräftige Unterstützer haben sich spontan gemeldet, um Brauchbares aus dem Schwimmbad abzubauen. „Wir haben drei Tage hart gearbeitet. Am Ende konnte keiner mehr seine Arme hochheben“, berichtet Peggy Griewel.

Das Sachspenden auch aus Lünen helfen Samuel Okae, sein Herzensprojekt umzusetzen. In seinem Heimatland möchte der Arzt, der in Deutschland studierte und an Kliniken in der Region arbeitet, die Kindersterblichkeit bekämpfen. Vielen Kindern kann nicht geholfen werden, weil ihre Eltern den Arztbesuch nicht bezahlen können. Er möchte in seinem nach europäischem Standard gebauten Krankenhaus in Ghana zunächst wohlhabende Ghanaer behandeln. Dieses Geld kann er dann einsetzen, um Kinder kostenlos medizinisch zu versorgen.

Die Schlüsselschränke aus dem Lüner Museum können in Ghana gut für den OP-Vorraum gebraucht werden.
Die Schlüsselschränke aus dem Lüner Museum können in Ghana gut für den OP-Vorraum gebraucht werden. © Griewel

Weiter Spenden gesucht

Peggy Griewel erlebt, dass es immer wieder neue Unterstützung und Hilfe in Form von Spenden gibt. Dennoch ist der Verein „Hilfe für Krankenhausbau und Nothilfe in Ghana“ weiter auf Spenden und helfende Hände angewiesen. Auch Geldspenden werden benötigt. Denn allein der 40-Fuß-Container, der mit Schränken und Utensilien aus dem Wellenbad nach Ghana verschifft wird, kostet 15.000 Euro, so Peggy Griewel.

Helfer können sich bei Peggy Griewel unter Tel. 0176 62511434 melden. Geldspenden können auf das Spendenkonto bei der Commerzbank, IBAN DE41440400370322221300 überwiesen werden. Weitere Infos über das Krankenhaus-Projekt in Ghana gibt es unter www.krankenhaus-ghana.com