Ausschuss diskutiert neue Scooter-Anlage in Lünen

Auch für Skater

Nach der Sommerpause sollen keine Scooter mehr über die Skateranlage am Lüner Hilpert-Theater rollen. Dort sind jedoch normalerweise mehr Scooterfahrer als Skateboarder oder BMX-Fahrer unterwegs. Deshalb diskutiert der Jugendausschuss nun den Bau einer neuen Anlage für Scooter und Skater.

LÜNEN

12.07.2016, 17:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ausschuss diskutiert neue Scooter-Anlage in Lünen

Nils Erichsen ist schon seit einigen Jahren auf dem Scooter unterwegs - er springt so über die Geräte, dass er diese nicht beschädigt.

Die Skater-Anlage auf dem Parkplatz des Heinz-Hilpert-Theaters darf auch nach der Instandsetzung nicht von Scooter-Fahrern genutzt werden. Das stellte Jürgen Arendes, Leiter der Abteilung Stadtgrün, Anfang Juli im Jugendhilfeausschuss klar.

Dort wurde jedoch auch deutlich, dass der Bedarf für Fahrer von Scootern (einer Art Tretroller) durchaus vorhanden ist. Ungeübte Scooter-Fahrer hatten zuvor für Schäden an der Anlage gesorgt, die für rund 17.000 Euro repariert werden mussten.

Für Scooter gesperrt 

Grund für die Diskussion im Ausschuss war eine Anfrage der Grünen-Fraktion, die sich nach den künftigen Nutzungsmöglichkeiten erkundigte: „Nach der Sommerpause wird der Zugang für Scooter gesperrt“, erklärte Fachdezernent Ludger Trepper. Eine erneute Nutzung durch Scooter, so Trepper, würde die Anlage wieder beschädigen.

Dass der Bedarf tatsächlich groß ist, verdeutlichte Streetworker Jakob Kus-Wolfkühler. Die bestehende Anlage am Hilpert-Theater nutzten zwei bis drei Mal so viele Scooter-Fahrer wie BMX- und Skateboardfahrer. Dazu kämen noch die, die nicht regelmäßig, sondern spontan auf der Anlage vorbeischauten. „Die Scooter-Fahrer sind die mit Abstand größte Gruppe. Deswegen wäre von unserer Seite aus eine Anlage auch für Scooter-Fahrer sinnvoll.“

350.000 bis 400.000 Euro

Dafür die vorhandene Anlage auf dem Theaterparkplatz einfach auszubauen, hält Arendes nicht für sinnvoll, das sei schließlich nur ein Notbehelf gewesen. Stattdessen skizzierte er dem Ausschuss die Möglichkeit eines Neubaus einer Anlage für Skater und Scooter im Seepark Lünen im Spielbereich Kreikenhof: „Etwas, das Bestand hat und attraktiv ist, etwas Besonderes. Dafür würde mein Planerherz stimmen“, sagte er.

Eine solche Anlage würde jedoch zwischen 350.000 und 400.000 Euro kosten, schränkte Arendes ein. Diese Idee sollten die Ausschussmitglieder jetzt erstmal mit in die Fraktionen nehmen, schloss Ausschuss-Vorsitzender Detlef Seiler (SPD). 

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