Ausstellung über Anne Frank kommt nach Lünen

Bürgermeister-Harzer-Stiftung

Anne Frank steht im Mittelpunkt einer Ausstellung, die ab September im Rathaus zu sehen sein wird. 30 junge Lüner haben im Vorfeld die Gelegenheit, sich intensiv mit der Präsentation zu beschäftigen, um dann die Besucher zu führen.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 14.02.2013 / Lesedauer: 2 min
Ausstellung über Anne Frank kommt nach Lünen

Die deutsche Jüdin Anne Frank ist durch ihr Tagebuch posthum weltberühmt geworden.

 Die Idee, die Präsentation nach Lünen zu holen, stammte von Ingbert Kersebohm, dem kürzlich verstorbenen Ratsvertreter der Grünen. Dass sie umgesetzt werden kann, ist der Bürgermeister-Harzer-Stiftung zu verdanken.  SPD-Ratsherr Jochen Otto hatte sich dafür eingesetzt. Nun konnte er im Kulturausschuss verkünden, dass das Kuratorium für Organisation und Finanzierung 9000 Euro zur Verfügung stellen wird.

Gezeigt wird die Ausstellung vom 9. September bis 4. Oktober. Es geht um die Geschichte der Familie des jüdischen Mädchens Anne Frank, dessen Tagebücher weltweit für Aufsehen gesorgt hatten. Anne Frank und ihre Familie versteckten sich in Amsterdam vor den Nazis, wurden aber am Ende doch entdeckt und starben im Konzentrationslager.

Mit Geschichte beschäftigen In der Ausstellung, für die die Anne-Frank-Stiftung in Berlin verantwortlich zeichnet, werden auch Parallelen und Unterschiede des Lebens damals und heute aufgezeigt. Junge Leute sollen angeregt werden, sich mit der Geschichte und mit Themen wie Menschenrechte und Demokratie auseinander zu setzen.

30 junge Lüner bekommen die Gelegenheit, sich durch die Anne-Frank-Stiftung zu Ausstellungs-Scouts ausbilden zu lassen. Sie sollen dann Besucher führen. Vor allem Gleichaltrige können so gut über das Thema informiert werden. Interessierte Lehrer haben zudem die Chance, sich in einem Tagesseminar schulen zu lassen, damit die im Unterricht auf die Ausstellung eingehen können.

Ausbildungs-Scouts Geplant sind auch Filme zur Thematik und ein virtueller Rundgang durch das Anne-Frank-Haus im Rahmen der Ausstellung.

"Die Bürgermeister-Harzer-Stiftung möchte gern, dass sich auch andere Initiativgruppen beteiligen, beispielsweise durch thematische Stadtführungen, Lesungen oder Gesprächen mit Zeitzeugen", so Otto.

Möglicherweise, so eine Anregung von Jutta Watzlawik (Grüne) könne man auch Schulen aus der Partnerstadt Zwolle einladen, sich die Ausstellung anzusehen. Immerhin bestehe die Partnerschaft zwischen Lünen und Zwolle ja 2013 seit 50 Jahren.

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