A2: Bäume und Sträucher weichen für neue Anschlussstelle zwischen Dortmund und Lünen

Autobahn 2

Jahrelang schon ist dieser Autobahnanschluss ein Thema. Nun geht der Umbau endlich los. Dem Namen nach verliert Dortmund einen Autobahn-Anschluss, Lünen gewinnt einen dazu.

Lünen-Süd, Dortmund, Lanstrop

, 10.10.2019, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
A2: Bäume und Sträucher weichen für neue Anschlussstelle zwischen Dortmund und Lünen

Die Rodungsarbeiten für den Autobahnvollanschluss an der Kurler Straße haben begonnen. © Schaper

Bis es mit dem eigentlichen Straßenbau losgehen kann, muss erst einmal Platz her für den seit Jahrzehnten geplanten Umbau der Autobahn 2 an dieser Stelle zwischen Dortmund und Lünen. Straßen NRW will ab sofort Bäume und Sträucher roden und fällen.

Weichen müssen Bäume und Sträucher auf der Lanstroper Seite der Anschlussstelle Dortmund-Lanstrop und an der Kurler Straße auf Dortmunder Stadtgebiet (L556). Derzeit wird ein Zaun errichtet, um die umliegenden Biotope vor den anschließenden Baumaßnahmen zu schützen, teilt Straßen NRW mit.

Auch Versorgungsleitungen stehen dem A2-Ausbau noch im Weg

Die Bäume und Sträucher sind aber nicht die einzigen, die weichen müssen: Bevor im kommenden Jahr die Erd- und Straßenbauarbeiten beginnen können, müssen mit aufwändigen Tiefbauarbeiten vorhandene Versorgungsleitungen geschützt oder sogar umgelegt werden. Dazu gehört auch eine der Hauptversorgungsleitungen für Trinkwasser. Wann genau der Autobahnanschluss fertig ist, darüber machte Straßen NRW am Mittwoch keine Angaben. Im Juni aber ging man für das fünf Millionen teure Projekt von einer Bauzeit von einem Jahr aus; inklusive aller notwendigen Nebenmaßnahmen, die nun starten. Für den reinen Ausbau des Autobahn-Anschlusses rechnen die Experten mit einem halben Jahr.

A2: Bäume und Sträucher weichen für neue Anschlussstelle zwischen Dortmund und Lünen

Ein Vollanschluss an die Autobahn in Höhe Horstmar, wo es jetzt nur eine Ab- und Auffahrt in Richtung Hannover gibt, wird schon lange gefordert. Jetzt soll er Realität werden. © Goldstein

Umleitungen seien nicht geplant. Autofahrer müssten sich aber zeitweise auf „Einschränkungen durch wechselseitige Verkehrsführung im Bereich der Baustelle einstellen“, heißt es.

Anschlussstelle bekommt den Namen „Lünen-Süd“

Bisher gibt es hier an der vielbefahrenen A2 nur in Fahrtrichtung Hannover eine Auf- und Abfahrt, die Anschlussstelle Dortmund-Lanstrop: Autofahrer haben bisher nur die Möglichkeit, am Friedrichshagen in Fahrtrichtung Hannover aufzufahren. Für den Verkehr der Gegenrichtung gibt es keine Möglichkeit, hier auf die Autobahn abzufahren bzw. abzufahren. Wenn an der A2 der Anschluss in beide Fahrtrichtungen gebaut ist, wird sie „Lünen-Süd“ heißen.

Im September 2017 hatte der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in Lünen endgültig für das Vorhaben gestimmt, die A2-Anschlussstelle Dortmund-Lanstrop zum Vollanschluss Lünen-Süd auszubauen. Die Diskussion über diesen Ausbau gab es seit Jahrzehnten. Die Sorgen der Kritiker galten im Laufe der Jahre vor allem immer wieder einer möglichen Mehrbelastung durch den Ausbau. Nach Berechnungen der Planer ist die Straße Friedrichshagen derzeit mit 5900 bis 6000 Fahrzeugen belastet. Mit der neuen Auf- und Abfahrt sollen es 9200 bis 9500 sein. Das aber, so heißt es, könne die Straße verkraften.

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