Autofahrer verursacht drei Unfälle in zehn Minuten

Spektakuläre Irrfahrt durch Lünen

Drei Verkehrsunfälle in zehn Minuten verursachen - das muss man erstmal schaffen. Einem 38-Jährigen ist diese zweifelhafte Serie jetzt in Lünen gelungen. Zum Glück blieb es bei Sachschäden. Gegen den Fahrer wird jetzt ermittelt. Der Entzug des Führerscheins droht ihm jedoch nicht. Aus einem guten Grund.

LÜNEN

19.08.2016, 14:23 Uhr / Lesedauer: 1 min

Am Donnerstagnachmittag begann die Unfallfahrt des 38 Jahre alten Lüners auf der Wehrenboldstraße. Gegen 14 Uhr wurde ein Zeuge, nachdem er einen lauten Knall gehört hatte, auf den Fahrer aufmerksam. Er beobachtete, wie der 38-Jährige sein Fahrzeug von einem offenbar durch die Kollision schief stehenden Baum zurücksetzte und in Richtung Münsterstraße davonfuhr. Das teilte die Polizei in Dortmund am Freitag mit.

Kurz darauf schoss der Unfallfahrer aus der Wehrenboldstraße auf die Münsterstraße - dabei soll er das Stoppschild überfahren haben, berichten Zeugen. Der 38-Jährige fuhr geradeaus gegen ein am Straßenrand abgestelltes Auto. Den Angaben des Zeugen zufolge, hat der Lüner anschließend seine Fahrt einfach fortgesetzt - ohne die vordere Stoßstange und mit plattem Reifen an seinem lädierten Fahrzeug.

Irrfahrt war auf der Viktoriastraße vorbei

Gestoppt wurde der Mann erst durch einen weiteren Zusammenstoß auf der Viktoriastraße, Fahrtrichtung Westen. Wie Zeugen berichten, habe der 38-Jährige an einer Ampel mehrere wartende Autos überholt, um dann kurz vor der Lichtzeichenanlage wieder in die Schlange einzuscheren. Dabei fuhr er auf den stehenden PKW eines 26 Jahre alten Lüners auf.

Wie die Polizei mitteilt, verfügt der Unfallfahrer nicht über einen Führerschein. Zudem fiel ein Drogentest positiv aus, eine Blutprobe wurde angeordnet. Ihn erwarten nun Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Verkehrsunfallflucht. Unter anderem.

Den Sachschaden geben die Ermittler mit rund 6500 Euro an.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt