Autoschlangen sind nun gebändigt

LÜNEN Sie war eine Kreuzung zum rot werden - vor Wut. Eine falsche Ampelschaltung hat dafür gesorgt, dass sich bis zu 600 Meter lange Autoschlangen auf der Kurt-Schumacher-Straße gebildet haben. Damit soll jetzt Schluss sein.

von Von Peter Fiedler

, 20.02.2008, 18:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kompliziert ist die Verkehrssituation an den Einmündungen von der Kurt-Schumacher-Straße zur Mersch und zum ZOB. Die Ampelschaltungen wurden optimiert.

Kompliziert ist die Verkehrssituation an den Einmündungen von der Kurt-Schumacher-Straße zur Mersch und zum ZOB. Die Ampelschaltungen wurden optimiert.

Das hat das Ingenieurbüro „gevas“ im Auftrag der Stadt festgestellt – und sich sofort als Autoschlangen-Bändiger betätigt. Seit die Ampelschaltung optimiert wurde, gibt es „keine massiven Rückstaus mehr“, wie gevas-Ingenieur Peter Sternemann heute dem Ausschuss für Sicherheit und Ordnung berichtete.

Mit Kaufland-Eröffnung häuften sich die Klagen

Mit der Kaufland-Eröffnung im Frühjahr 2007 häuften sich die Klagen: Riesenstaus auf der Kurt-Schumacher-Straße an der Einmündung zur Mersch. Bei zwei Beobachtungen am 9. und 13. Oktober ermittelten gevas-Mitarbeiter: Um etwa 900 Autos pro Stunde in der Stoßzeit zwischen 15 und 19 Uhr einigermaßen abfließen zu lassen, hätte es einer Grünphase von 25 Sekunden auf der Kurt-Schumacher-Straße bedurft. Tatsächlich waren es nur 22.

Grünphasen aus der Mersch zu großzügig

Und: Wenn die Ampel an der Einmündung Mersch bereits Rot für die Autos auf der Kurt-Schumacher-Straße zeigte, leuchtete sie 40 Meter weiter an der Einmündung zum ZOB noch bis zu 23 Sekunden lang grün – ohne Nutzen für die Fahrzeuge auf der Hauptverkehrsachse. Zudem stellten die Ingenieure fest, dass die Grünphasen für den Verkehr aus der Mersch wohl zu großzügig ausfielen, auch deshalb, weil eine Induktionsschleife nicht richtig funktionierte. Nachdem all diese Probleme nun abgehakt sind, hat sich die Situation nach Einschätzung von gevas und Stadtverwaltung klar verbessert.

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