Azubi-Mangel auf dem Bau in Lünen? Gewerkschaft schlägt Alarm

Azubis

Mehr als ein Drittel der Ausbildungsplätze in der Baubranche im Kreis Unna seien unbesetzt, vermeldet die IG Bau. Ist die Situation auch in Lünen tatsächlich so dramatisch?

von Julian Beimdiecke

Lünen

, 29.08.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Kreis Unna fehlen in der Baubranche die Azubis - in Lünen scheint die Situation aber nicht allzu dramatisch zu sein.

Im Kreis Unna fehlen in der Baubranche die Azubis - in Lünen scheint die Situation aber nicht allzu dramatisch zu sein. © IG BAU

Von einem „Alarmsignal“ spricht Gabriele Henter, Bezirksvorsitzende des IG BAU Bochum-Dortmund, in einer Mitteilung des Verbandes: Der Braubranche im Kreis Unna gingen die Azubis aus. 35 Prozent der Ausbildungsstellen auf dem Bau waren im Juli noch unbesetzt - von 48 ausgeschriebenen Plätzen im Kreis waren noch 17 zu vergeben.

Aber: In Lünen scheint die Situation nicht allzu dramatisch zu sein wie im gesamten Kreis. Die hier ansässigen Bauunternehmen vermelden keinen Notstand - allerdings bilden auch nicht alle Unternehmen aus. Doch auch die, die es tun, schlagen nicht Alarm. „Von einer angespannten Situation haben wir eigentlich nichts gemerkt“, sagt zum Beispiel Uwe Pamp, Geschäftsführer Märkische Tiefbau.

22 Azubis aus Lünen in der Baubranche

„Den ganz großen Andrang auf unsere Ausbildungsplätze haben wir aber sowieso nicht“, so Pamp weiter. Zwei Ausbildungsplätze vergibt Märkische Tiefbau pro Jahr, mit fünf bis acht Bewerbungen sei zu rechnen. Dass es in Zukunft schlechter laufen wird als aktuell, glaubt Pamp nicht: „Es läuft immer mal besser und mal schlechter, aber es geht immer weiter. Für Pessimismus sehe ich keinen Grund.“

Insgesamt befinden sich derzeit 22 Lüner in einer Ausbildung in der Baubranche: Sieben von ihnen lassen sich als Kaufleute ausbilden, vier als Tiefbauer, drei als Straßenbauer.

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