Einsatz

B236: Mann aus Lünen stirbt bei schwerem Verkehrsunfall in der Nacht

Vom Auto blieb nur ein Wrack: Ein Mann aus Lünen starb in der Nacht zu Sonntag (26. Juni) bei einem Unfall am Ende der B236. Im Juni ist es bereits der zweite tödliche Unfall an dieser Stelle.
Vom Mini blieb nur ein Wrack: Die Polizei sicherte über sechs Stunden die Spuren des Unfalls.
Vom Mini blieb nur ein Wrack: Die Polizei sicherte über sechs Stunden die Spuren des Unfalls. © Daniel Magalski

Ein Mini, am Steuer der Mann (31) aus Lünen, fuhr in der Nacht zu Sonntag gegen 0.50 Uhr auf der B236 in Richtung Lünen. Der Fahrer verlor dann aus bisher unklarer Ursache etwa hundert Meter hinter der Brücke Bramey die Kontrolle über das Auto.

Der Mini kam nach rechts von der Fahrbahn ab, riss eine Warnbarke um und fuhr dann auf eine Schutzwand aus Beton. Im Anschluss schleuderte das Auto über eine Strecke von etwa zweihundert Metern weiter, touchierte zwei Autos, die bei Rot vor der Ampel warteten und kollidierte dann am Ausbauende der B236 mit drei Ampelmasten. Der Mini kam auf der Seite liegend zum Stillstand.

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B236: Mann aus Lünen stirbt bei Unfall

Nach Informationen unserer Redaktion kam zufällig unmittelbar nach dem Unfall ein Rettungswagen an die Unfallstelle. Die Retter holten den Lüner zusammen mit den ersten Kräften der Polizei über ein Fenster im Dach aus dem zerstörten Auto und reanimierten ihn noch vor Ort. Die Verletzungen waren aber zu schwer: Im Krankenhaus starb der Lüner.

Trümmerfeld an der Unfallstelle

Die Fahrerinnen der anderen beiden Autos, laut Polizei eine Frau aus Dortmund und eine Frau aus Krefeld, überstanden den Unfall mit einem Schrecken. Im Anschluss an die Rettungsarbeiten, im Einsatz war auch die Feuerwehr Lünen, ging es für die Polizei an die sehr umfangreiche Sicherung der Spuren.

Die Unfallaufnahme – unter anderem scannten die Unfall-Profis der Polizei alles mit einem 3D-Scanner – dauerte über sechs Stunden, denn den Beamten bot sich ein Trümmerfeld. Ampelmasten hatte der Mini umgerissen und Betonklötze versetzte der Aufprall. Mitarbeiter eines Abschlepp-Unternehmens demontierten am frühen Sonntagmorgen zusammen mit Technikern die Ampelanlage.

Ein Trümmerfeld bot sich den Einsatzkräften an der Unfallstelle am Ausbauende der B236.
Ein Trümmerfeld bot sich den Einsatzkräften an der Unfallstelle am Ausbauende der B236. © Daniel Magalski

Auswirkungen hat der Unfall deshalb auch auf die Verkehrslage rund um die Unfall-Kreuzung: Die Baustellen-Ampeln können erst in der kommenden Woche wieder in Betrieb genommen werden, so zerstört sind die Baustellen-Ampeln nach dem Unfall. Für Verkehrsteilnehmer bedeutet das Sperrungen und Umwege.

Kein Abbiegen nach Dortmund

Von Lünen kommend können Autofahrer bis zur Reparatur der Ampeln nicht mehr nach links auf die B236 abbiegen, das geht nur aus Richtung Dortmund. Verkehrsteilnehmer, die von der B236 aus Fahrtrichtung Dortmund kommen, können am Ausbauende nur rechts fahren in Richtung Lünen. Die Linksabbiegerspur in Richtung Dortmund ist gesperrt, so die Polizei.

Im Bereich der Unfallstelle kam es bereits am 9. Juni zu einem tödlichen Unfall: Ein Dortmunder (28) krachte da mit seinem BMW in zwei vor der roten Ampel stehende Autos. Der Fahrer eines Suzukis, ein 51 Jahre alter Mann aus Dortmund, erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Samstag, 18. Juni, starb er an den Folgen in einer Klinik.

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