Bahnhof in Alstedde mit 1000 Fahrgästen pro Tag: Stadt Lünen soll Planungen vorantreiben

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Ein Haltepunkt der Bahn in Alstedde - diesen Wunsch gibt es seit vielen Jahrzehnten. Die Chance, dass die Idee verwirklicht wird, ist scheinbar noch nie größer gewesen als derzeit.

Alstedde

, 21.10.2019, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Lüner SPD sprach im Juli mit einem Bevollmächtigten der Deutschen Bahn über die Hoffnung, es möge endlich einen Haltepunkt für Züge in Alstedde geben. Nun hatte die CDU-Ortsunion Altlünen/Altstadt Besuch vom „Nahverkehr Westfalen Lippe“ (NWL), der für den Schienen-Personennahverkehr zuständig ist. Klaus Pusch ist beim NWL für den Bereich Infrastruktur zuständig.

Auf Einladung von Günter Bremerich, Kreistagsabgeordneter und Vorsitzender des Kreistagsausschusses für Kreisentwicklung und Mobilität, traf man sich mit den Ortsunions-Mitgliedern am möglichen Standort des Haltepunktes: am Römerweg in Alstedde.

Vereinbarung liegt dem Land zur Unterschrift vor

Anfang April hatte die Verbandsversammlung des NWL beschlossen, vier neue Haltepunkte in Westfalen-Lippe zu errichten. Das Ganze wird im Rahmen der so genannten DB Stationsoffensive in NRW passieren.

Pusch berichtete bei seinem Besuch in Alstedde, dass die Rahmenvereinbarung zwischen dem Land NRW, der DB und dem NWL zurzeit zur Unterschrift beim Land liege. Die Kosten für die Errichtung des Haltepunktes bezifferte er auf 1,2 Millionen Euro.

Dazu kommen die Kosten für die Gestaltung des Umfeldes. Beispielsweise also Park & Ride-Plätze und eine Fahrradabstellanlage. Dafür sei die Stadt Lünen verantwortlich. Allerdings liegen die Fördermittel des NWL, so Pusch, im Rahmen der Stationsoffensive bei 90 Prozent der Baukosten.

„Diese Chance auf Errichtung des Haltepunktes und die hohen Fördergelder darf sich Lünen nicht entgehen lassen“, so die Meinung der Vorstandsmitglieder der Ortsunion.

Deshalb solle sich die Stadt Lünen umgehend an den NWL wenden, um die Planung voranzutreiben. Allerdings müssen sich die möglichen Nutzer noch gedulden. Laut Pusch werde man voraussichtlich in sechs bis acht Jahren mit dem Baubeginn rechnen können.

Etwa 1000 Fahrgäste pro Tag

Beim Termin der Lüner SPD mit einem Vertreter der Deutschen Bahn im Juli wurde erklärt, dass Prognosen von knapp 1000 Fahrgästen pro Tag ausgehen, die den lang ersehnten Haltepunkt nutzen würden. Zur Einordnung: Beim Haltpunkt Preußen sind es 1700 Fahrgäste täglich.

„Für die Stadt überwiegen die Vorteile“, erklärte im Juli SPD-Ratsmitglied Rolf Möller. „Wir entlasten damit nicht nur den Hauptbahnhof sondern auch die Verkehrssituation auf der Alstedder- und Borker-Straße.“

Fahrgäste die den Haltepunkt Alstedde anfahren und ihr Fahrzeug dort abstellen, würden den Parkdruck im Bereich des Hauptbahnhofs verringern. Die Zufahrtsstraßen, vor allen Dingen die Alstedder- und Borker Straße würden von Verkehr entlastet.

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