Bau des Bürgerplatzes Lünen-Süd startet im Mai

Runder Tisch tagte

Es gibt noch viele ungelöste Aufgaben im Lüner Süden: Die Mitglieder des Projektbeirates/Runden Tischs Lünen-Süd widmeten sich nun bei einem Treffen Baustellen, die das Gesamtbild des Stadtteils aufwerten sollen. Dabei wurde ein Zeitplan für den neuen Bürgerplatz besprochen. Auch die heftigen Diskusssionen um die Baustelle Bebelstraße waren Thema.

LÜNEN-SÜD

, 07.03.2017, 11:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
So soll der Bürgerplatz in Lünen-Süd aussehen.

So soll der Bürgerplatz in Lünen-Süd aussehen.

Oliver Danne vom Büro Freese aus Dorsten sicherte den Gästen am Mittwoch zu, dass mit dem Bau des neuen Bürgerplatzes im Mai begonnen wird. Die Fertigstellung, komplett und benutzbar für die Bevölkerung, soll im September erfolgen. „Der Bürgerplatz wird geschlossen fertig gestellt und eine zusätzliche Beleuchtung installiert“, sagte Bauleiter Oliver Danne.

Beim Thema „Haus- und Hofflächenprogramm“ warb Quartiersarchitektin Andrea Moises für eine individuelle Beratung jedes einzelnen Immobilienbesitzers. Unter bestimmten Voraussetzungen könne durchaus ein Förderprogramm greifen, um mögliche Maßnahmen mitzufinanzieren, sagte Moises.

Flüchtlingsunterkünfte

Kritisch äußerten sich einige Versammlungsteilnehmer über die desolate Wohnungslage für Flüchtlinge in den Süder Flüchtlingsunterkünften. Von der Stadt wurde eine Überprüfung angekündigt. Mit Hilfe der Quartiersmanagerin Andrea Bock (Caritas) soll die Integration von Flüchtlingen in Lünen-Süd vorangetrieben werden. Fachdezernent Thomas Berger kann sich in dem Zusammenhang durchaus eine enge Abstimmung mit der künftigen „Halte-Stelle“ im Lüner Süden vorstellen.

Reichlich Applaus erhielt Petra Bürger für ihr vorgestelltes „Upcycling-Projekt“. Ebenso Pädagoge Volker Krieger mit dem eingespielten Trailer zum Filmprojekt der Käthe-Kollwitz-Gesamtschule. Der sehenswerte Film über Lünen-Süd soll im Juni Premiere feiern.

Unterdessen konnte sich der frühere SPD-Ratsherr Gerd Püschel ein paar Worte zum Thema „Baustelle Bebelstraße“ und zu den politischen Angriffen der GFL auf CDU-Ratsherr Jochen Gefromm nicht verkneifen: „Ich bin dankbar über den heutigen Leserbrief in den Ruhr Nachrichten zugunsten von Herrn Gefromm. Unser Runder Tisch ist kein rot-schwarzer Tisch, sondern eine Zusammenkunft aller hier vertretenen Organisationen und Süder Bürger. Hier herrscht Meinungsfreiheit und keine Parteitaktik“, sagte Püschel.

„Eine Hetzjagd“

Jochen Gefromm, Chef der gleichnamigen Getränkefirma mit Sitz an der Bebelstraße, bezeichnete die derzeitige Diskussion um seine Person als reine Hetzjagd. Mit politischer Kultur habe dies nun wirklich nichts zu tun, sagte Gefromm.

Zur Erinnerung: Die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) wirft dem Unternehmer und Kommunal-Politiker Gefromm vor, in der Diskussion um die von der Verwaltung zunächst geplante Vollsperrung der Bebelstraße seine Ratsherrentätigkeit mit privaten Interessen „vermengt“ zu haben. Die Verwaltung sieht „Anhaltspunkte für eine Befangenheit Gefromms“, der sich stets gegen eine Vollsperrung der Bebelstraße ausgesprochen hatte. Die Rechtsabteilung der Stadt Lünen ist eingeschaltet. Der SPD-Kreistagsabgeordnete Jens Hebebrand hob nochmals hervor, dass alle Siedler den Beschluss der Bürgerversammlung gegen eine Vollsperrung der Bebelstraße mittragen.

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