Bau des Windrads am Stadthafen ausgebremst

Probleme mit Zeitplan

Kräftiger Wind ist für ein Windrad gut. Allerdings nicht, wenn es sich noch im Bau befindet. Die Baustelle am Stadthafen war aus diesem Grund zehn Tage lang lahmgelegt. Dabei sollte die Anlage eigentlich Ende des Jahres ans Netz gehen. Wir erklären, wie es jetzt weitergeht.

LÜNEN

, 24.11.2015, 18:36 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bau des Windrads am Stadthafen ausgebremst

Für zehn Tage hatte der starke Wind die Baustelle des Windrads am Lüner Stadthafen lahmgelegt.

Ende des Jahres sollte die Anlage vom Typ Enercon 115 ans Netz gehen. Jetzt sagt Stadtwerke-Chef Dr. Achim Grunenberg: „Es wäre ein ambitionierter Arbeitsablauf, wenn die Inbetriebnahme noch im Jahr 2015 erfolgen könnte.“

Ab einer Windstärke von zehn Metern pro Sekunde muss der Bau des Riesen gestoppt werden. Zehn Tage lang herrschte daher Stillstand auf der Baustelle.

Zwei Bau-Teams im Einsatz

Inzwischen wächst er wieder, der Betonturm. Bis Donnerstag sollen mithilfe des grünen Baukrans alle Betonringe für die vorgesehene Höhe von 149 Metern bis zur Rotornabe aufeinander gesetzt sein.

Zurzeit sind zusätzliche Mitarbeiter im Einsatz. Gleich zwei Teams hat die Firma Enercon auf der Baustelle. Im Zwei-Schicht-Betrieb arbeiten sie von morgens 6 bis abends 22 Uhr. „Je mehr Arbeiter, desto mehr kann pro Tag auch geschafft werden“, sagt Grunenberg.

Läuft alles nach Plan, sollen ab Donnerstag die Betonteile miteinander verspannt werden. „Das nimmt etwa drei bis vier Tage in Anspruch“, erklärt Grunenberg.

Die Betonringe bestehen aus drei miteinander verschraubten Schalenteilen. Mit Silikon werden die aufeinander gesetzten Ringe verbunden. Stahlseile im Innern reichen bis zum Fundament und sorgen für Stabilität.

Finale Montage ebenfalls von Windverhältnissen abhängig

Die Montage des Stahlturms, der Gondel und des Rotors ist wieder abhängig von den Winderverhältnissen. Die maximale Windstärke darf nicht mehr als sechs Meter pro Sekunde betragen. 4,8 Millionen Euro investieren die Stadtwerke in die Windanlage. Sie hat eine Leistung von drei Megawatt.

Wenn sie fertig ist, verkehren sich die Verhältnisse wieder: Dann hofft das Unternehmen auf jede Menge Wind, damit die Anlage ordentlich Strom produzieren kann.

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