Bauarbeiten an der Graf-Adolf-Straße verzögern sich

Lippebrücke und Kreisverkehr

Ende 2015 - so waren die Planungen der Stadt Lünen - sollten die neue Brücke an der Graf-Adolf-Straße endgültig befahrbar und der neue Kreisverkehr fertig sein. Ein zu ambitionierter Zeitplan, wie sich jetzt herausgestellt hat. Die Verkehrsteilnehmer werden sich noch länger gedulden müssen.

Lünen

, 15.12.2015, 06:01 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Mitte bis Ende Januar" kommenden Jahres sei die Brücke wahrscheinlich "freigabefähig". Bis dahin sei noch einiges zu tun. Das bestätigte Matthias Buckesfeld, technischer Beigeordneter, am Montag auf Anfrage. 

Ersatzbrücke wird abgerissen

Zuerst wird am Freitag die Ersatz-Rohrbrücke neben der eigentlichen Brücke abgerissen. Über diese Brücke liefen seit dem Abriss des alten Bauwerks alle Versorgungsleitungen - wie Fernwärme, Abwasser, Strom und Gas. Das läuft ab Freitag über die neue Brücke. "Es wird bei der Umstellung keine Engpässe geben", sagt Buckesfeld, die Versorgung sei immer gewährleistet. Anfang nächster Woche können die Bauarbeiter dann mit der Asphaltierung der Brücke beginnen.

 

Schon in dieser Woche soll der Asphalt auf den Kreisverkehr Graf-Adolf-Straße / Marie-Juchacz-Straße / Im Hagen aufgetragen werden. Im Gegensatz zur Brücke ist der Kreisverkehr aber schon jetzt mit einer Ampelschaltung einseitig befahrbar.

Asphaltieren hängt vom Wetter ab

Wenn im Januar die Asphalt-Schicht - die sogenannte Tragschicht - überall liegt, kann auch die Deckschicht aufgetragen werden. Das soll dann an Brücke und Kreisverkehr etwa gleichzeitig geschehen, berichtet Buckesfeld. Wann genau das geschehen kann, hänge aber auch vom Wetter ab. Trocken müsse es dafür sein, sagt der technische Beigeordnete, "und nicht kälter als fünf Grad".

 

Zu den Verzögerungen hätten "insbesondere die sehr komplexen Altkabel im Erdreich" geführt, die während der Arbeiten immer wieder aufgetaucht sind. Weil früher nicht dokumentiert worden sei, wo welche Kabel verlegt wurden, war das nicht vorherzusehen. "Da haben wir eine Menge Überraschungen erlebt. Es gab Leitungen, von denen wir nicht wussten, wofür die sind", sagt Buckesfeld.

Es habe außerdem Lieferschwierigkeiten bei einer Firma gegeben, die für die Herstellung des Geländers zuständig war. Insgesamt habe das Projekt in den vergangenen Wochen "noch einmal deutlich Schwung bekommen", sagt Buckesfeld.

Die Ampelschaltung
Noch immer ist die Software, die für eine . Die Kabel zu besagtem Rechner im Rathaus mussten bei den Bauarbeiten am Kreisverkehr gekappt werden. Auch das Parkleitsystem ist aus diesem Grund noch außer Betrieb. An der Behebung des Problems werde gearbeitet, sagt Buckesfeld. Wie lange das noch dauert, kann er aber nicht vorhersagen.  Die Situation sei aber mittlerweile definitiv besser als zu Beginn, sagte Buckesfeld. Die Software arbeitet zwar noch nicht - aber immerhin kommunizierten die Ampeln wieder untereinander.

 

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