Bauarbeiten um die drei Ochsen ruhen wieder

Lüner Innenstadt

Und wieder ruht die Baustelle rund um die drei bronzenen Ochsen im nördlichen Teil der Lüner Innenstadt. Die Stadt berichtete vergangene Woche, dass es „mit Hochdruck“ weitergehen sollte. Gearbeitet wurde aktuell allerdings nicht. Ein Personalengpass soll Schuld sein.

LÜNEN

, 20.06.2017, 16:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bauarbeiten um die drei Ochsen ruhen wieder

Mit einem Bein in der Luft hängen seit Tagen die Ochsen am nördlichen Ende der Fußgängerzone.

Ein Personalengpass bei der ausführenden Firma sei Schuld am Baustopp, berichtete die Stadt Lünen in der vergangenen Woche, nachdem ein Leser auf die erneuten Verzögerungen hingewiesen hatte. Die Firma, die Temmink Bau und Infra aus dem niederländischen Oldenzaal, bestätigte das.

„Diesen Engpass haben wir eigentlich seit Wochen“, erklärte Patrick Kim, Technischer Betriebsleiter bei Temmink Bau. Die Arbeiter hätten deshalb kurzfristig an einem Projekt in Mannheim mitarbeiten müssen. Es stimme aber, dass jetzt wieder gearbeitet werden soll. „Die Arbeiter sind schon da, warten aber noch auf die letzte Ladung Steine.“

Das Pflastern erfordert besonders geschulte Mitarbeiter

Rund um die Ochsen werde in sogenannter „gebundener Bauweise“ gepflastert, erklärte Kim. Statt auf Schotter und Sand würden die Steine auf einer Art Betonfläche gepflastert, die etwa 50 Zentimeter dick sei. „Das ist in etwa fünfmal so teuer. Aber hochwertiger“, sagte Kim. Nur: Diese Art des Pflasterns sei kompliziert, die entsprechenden Mitarbeiter zu bekommen schwierig.

Ein weiteres Problem: Für den Mörtel dürfe es nicht frieren, das hatte zu Verzögerungen im Winter geführt. Jetzt geht‘s anders herum: „Es ist eigentlich mittlerweile zu heiß für den Mörtel.“ Kim geht dennoch davon aus, dass die Pflasterarbeiten rund um die Ochsen in etwa drei bis vier Wochen erledigt sein sollten. Hieße: Mitte Juli soll der Platz fertiggestellt sein, dann fielen im kompletten Bereich nur noch kleinere Restarbeiten an. Die Stadt hatte zuletzt keine Prognosen für eine Fertigstellung mehr abgegeben. Patrick Kim von der Temmink Bau versteht, dass die Situation für Anlieger „nicht schön“ ist. „Das ist leider so, dass das dauert. Es ist auch für die Eisdiele super ärgerlich.“

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Die Ochsen werden nun Thema im Ausschuss

Die gesamte Baustelle zwischen Lippebrücke bis Platz an der Persiluhr wird auch Thema im Ausschuss für Sicherheit und Ordnung am 28. Juni 2017. Im schriftlichen Bericht der Verwaltung steht zum Platz um die bronzenen Ochsen nur: „Die Fläche […] muss noch fertiggestellt werden.“ Mängel, die im Gesamtprojekt festgestellt worden seien, würden auf Kosten der ausführenden Firma beseitigt – für die Stadt bleibe es bei Kosten von knapp 970.000 Euro.

Weitere Arbeiten
Im Ausschuss am 28. Juni 2017 berichtet die Verwaltung der Politik auch, welche Arbeiten bisher erledigt wurden: Pflastern bis auf den Bereich rund um den Ochsen; Baumscheiben setzen, Bäume pflanzen; Asphalt-Fahrbahn von Engel- bis Cappenberger Straße, Laternen versetzt in die Baum-Reihe.

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