Baustellenampel sorgt für Ärger – Stadt Lünen appelliert an Autofahrer

rnDortmunder Straße

Eine Baustellenampel in der Dortmunder Straße sorgt für Frust bei manchem Autofahrer. Kritisiert wird der Aufstellort. Die Stadt sieht allerdings die Autofahrer in der Verantwortung.

Lünen

, 12.07.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit fast einem Monat ist die Dortmunder Straße auf Höhe Ernst-Waldschmidt-Straße nur einspurig befahrbar. Der Grund: Die Stadtwerke führen dort Arbeiten an einer Fernwärmeleitung durch. Eine aufgestellte Ampel sorgt bei manchem Autofahrer für Ärger.

Autos blockieren Hotelzufahrt

Fahrzeuge, die an der Ampel vor der Ernst-Waldschmidt-Straße stehen, blockieren häufig die Einfahrt zum anliegenden Retro-Art-Hotel. „Das ist besonders ärgerlich, wenn man stadteinwärts nach der Baustelle nach links auf den Parkplatz abbiegen will und den nachfolgenden Verkehr im Baustellenbereich blockiert“, berichtet ein Leser unserer Redaktion.

Er fragt sich: „Warum ist keiner auf die Idee gekommen, die Ampel vor der Zufahrt aufzustellen?“ Tatsächlich gäbe es dieses Problem nicht, wäre die Ampel etwa zehn Meter versetzt aufgestellt worden.

Stadtsprecher Benedikt Spangardt teilt mit, dass sich die Beteiligten bei der Planung der Baustelle auch ausführlich mit der Aufstellung der Ampeln auseinandergesetzt hätten.

Ein Aufstellen vor der Hotel-Zufahrt hätte das Problem nur verlagert: „Kurz davor kommt schon die Einfahrt zu einer Apotheke, da wäre dann das gleiche Problem“, so Spangardt.

Die Aufstellung von Baustellenampeln wird von Firmen nach Vorgaben der Stadt geplant, vor der Umsetzung muss die Stadt die Konzepte dann abschließend noch genehmigen. Das ist in diesem Fall geschehen.

Für die Baumaßnahme an der Dortmunder Straße lägen der Stadt allein neun Seiten Unterlagen zur Ampelschaltung vor.

Gegenseitige Rücksicht der Verkehrsteilnehmer

Stadtsprecher Benedikt Spangardt sieht in diesem Fall die Verkehrsteilnehmer in der Verantwortung: „Wenn ich als Autofahrer sehe, dass es sich staut, sollte ich an den Einfahrten Platz halten.“

Spangardt appelliert an die gegenseitige Rücksicht der Verkehrsteilnehmer. Das Freihalten von Einfahrten ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) nämlich nicht ausdrücklich geregelt, dort wird lediglich das Warten in Kreuzungen und Einmündungen untersagt.

Stadt ist für Vorschläge offen

Obwohl die Stadt in diesem Fall keinen Änderungsbedarf sieht, macht Benedikt Spangardt ein Angebot: „Wenn jemand konkrete Vorschläge hat, wie man die Situation verbessern kann, prüfen wir das gern“, so der Stadtsprecher.

So muss auch weiterhin mit Rückstau in der Dortmunder Straße gerechnet werden, wenn Gästen des Hotels die Einfahrt auf den Parkplatz verwehrt bleibt. Die Ampeln an der Dortmunder Straße regeln voraussichtlich noch einige Wochen den Verkehr. Die Bauarbeiten der Stadtwerke sind bis zum 11. September genehmigt.

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