Bauverein Lünen: Start an der Preußenstraße, Richtfest an der Kreuzstraße

rnNeue Wohnungen

Der Bauverein zu Lünen bereitet seinen Neubau an der Preußenstraße vor. Das hat aktuell Folgen für Autofahrer. An anderer Stelle ist der Verein mit 15 neuen Wohnungen einige Schritte weiter.

Horstmar

, 26.09.2020, 12:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Preußenstraße in Horstmar kommt es in den kommenden Wochen zu Einschränkungen: Auf Höhe des ehemaligen Stahlhandels und der alten Zeche Preußen wird es einspurig, eine Ampel regelt den Verkehr. Aufgestellt wurde sie von den Stadtwerken Lünen, die dort Versorgungsleitungen legen. Und zwar für das Neubauprojekt des Bauvereins zu Lünen, der 70 neue Wohnungen auf dem Gelände entstehen lassen möchte.

Zwei bis zweieinhalb Jahre Bauzeit

Wie berichtet, hat der Bauverein kürzlich das Baurecht für die Fläche erhalten. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht“, sagt Bauverein-Vorstand Carsten Unterberg mit Blick auf das neue Wohnquartier. 79 barrierefreie Wohnungen sind hier geplant, außerdem ein Gebäude mit Apotheke, Arztpraxis, Physiotherapie und Tagespflege. Außerdem soll es einen Gemeinschaftsraum geben, in dem sich die künftigen Mieter treffen und im Idealfall das Leben im Quartier gemeinsam gestalten können.

Eine Baustellenampel regelt derzeit den Verkehr an der Preußenstraße. Die Stadtwerke Lünen verlegen für das Bauprojekt des Bauvereins Versorgungsleitungen.

Eine Baustellenampel regelt derzeit den Verkehr an der Preußenstraße. Die Stadtwerke Lünen verlegen für das Bauprojekt des Bauvereins Versorgungsleitungen. © Goldstein

Bis die ersten Mieter einziehen können, wird es allerdings noch einige Zeit dauern. Vorstandsmitglied Andreas Zaremba ging in der Vergangenheit von zwei bis zweieinhalb Jahren Bauzeit aus - im Idealfall. Wie sich Corona letztlich auswirkt, könne jetzt noch nicht abgeschätzt werden.

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Immerhin: Die Handwerker, mit denen der Bauverein zusammenarbeitet, stehen Gewehr bei Fuß - und lassen sich auch durch Corona nicht aufhalten: „Wir hatten da bis jetzt keine Verzögerungen, die Arbeiten laufen dort, wo es geht parallel“, erklärt Carsten Unterberg.

Rund 23 Millionen Euro kostet das Projekt, bei dem die Fassade des ehemaligen Verwaltungsgebäudes der Zeche erhalten und in das neue Gebäude integriert wird. Eine Grünanlage soll für hohe Wohnqualität sorgen, der Bauverein plant zudem ein System zur Trennung von Schmutz- und Regenwasser, das die Mieter am Ende bei den Nebenkosten entlasten könnte. So wäre es zum Beispiel möglich, das abgelassene Badewasser für die Toilettenspülung zu nutzen.

15 neue Wohnungen an der Kreuzstraße

Einige Straßen weiter ist der Bauverein bereits deutlich weiter: An der Kreuzstraße entstehen auf dem Gelände der alten Gärtnerei zwischen den Hausnummern 26 und 32 insgesamt 15 Wohnungen in zwei Gebäudekomplexen. „Beim ersten Bau haben wir in der kommenden Woche Richtfest, beim zweiten Bau ist das Erdgeschoss fertig“, so Unterberg.

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Die Wohnungen sind frei finanziert, werden also über dem durchschnittlichen Mietpreis von 5,35 Euro pro Quadratmeter, wie er bei öffentlich geförderten Wohnungen derzeit üblich ist, liegen. Carsten Unterberg rechnet damit, dass die Wohnungen Mitte 2021 bezugsfertig sind.

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