Bedroht der Wolf frei laufende Hunde in Lünen? Ausschuss sieht keine Gefahr

Anleinpflicht abgelehnt

Der Wolf verbreitet nicht nur im Märchen Angst und Schrecken. Auch in der Realität bereitet Isegrim manchem Menschen schlaflose Nächte. Dem Ordnungsausschuss allerdings nicht.

Lünen

, 30.03.2019 / Lesedauer: 2 min
Bedroht der Wolf frei laufende Hunde in Lünen? Ausschuss sieht keine Gefahr

Wölfe sind auch in NRW wieder heimisch. Ein Hundehalter aus Lünen befürchtet nun Attacken auf Vierbeiner im Stadtgebiet. © dpa

Der Wolf ist zurück - auch in Nordrhein-Westfalen. Das ist keine allzu gute Nachricht für Schafe, Menschen hingegen werden von dem Tier eher gemieden. Trotzdem macht sich so mancher Zweibeiner Sorgen, wenn schon nicht um sich selbst, dann um seine vierbeinigen Mitbewohner.

Hunde sind zwar mit dem Wolf verwandt, das Verwandtschaftsverhältnis könnte man jedoch als „belastet“ bezeichnen. Zu diesem Schluss kam ein Lüner Bürger, der vom Ausschuss für Sicherheit und Ordnung eine Anleinpflicht für Hunde im gesamten Stadtgebiet gefordert hat. Begründung: „Seit der Wolf auch in Westfalen einzelne Reviere besetzt, besteht für frei laufende Hunde ein Tötungsrisiko.“

Ausschuss sieht keine Gefahr

Nun ist in Lünen noch kein Wolf gesichtet worden. Da es jedoch Wolfsnachweise in 50 bis 70 Kilometer Luftlinie gegeben hat, sei davon auszugehen, dass umherstreifende Wölfe auch das Stadtgebiet durchwandern könnten - und dann frei laufende Hunde attackieren. „Um den Haltern Ärger zu ersparen, sollten Hunde generell angeleint werden“, so die Schlussfolgerung des Antragstellers.

Der Ordnungsausschuss folgte der Argumentation nicht. Man sehe die Gefahr durch den Wolf im Stadtgebiet nicht wirklich, so der einhellige Tenor in der Sitzung am Donnerstag (28. März). Entsprechend wurde der Antrag einstimmig abgelehnt - bis auf die bestehenden Anleinpflichten können Hundehalter die Wolfsverwandtschaft also weiter frei laufen lassen.

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