Polizeieinsatz bei Rewe Hübner an der Kurt-Schumacher-Straße: Eine Frau hatte mit einem Messer gedroht. © Goldstein
Polizeieinsatz

Bedrohung bei Rewe Hübner in Lünen: Frau (50) zog ein Küchenmesser

Schockmoment bei Rewe Hübner an der Kurt-Schumacher-Straße: Eine Frau hatte am Mittwochabend (22.9.) mit einem Küchenmesser die Schichtleiterin bedroht. Sie wollte, dass der Laden geräumt wird.

Die Polizei war schnell zur Stelle. Eine Frau aus Düsseldorf hatte am Mittwochabend (22.9.) gegen 19.10 Uhr im Lebensmittelgeschäft Rewe Hübner an der Kurt-Schumacher-Straße in Lünen mit einem Küchenmesser gedroht. Zu dem Zeitpunkt waren Kunden und Beschäftige im Laden. Wie viele, dazu konnte die Beamten keine Angaben machen.

Wie die Polizei berichtet, soll die Frau einer Angestellten ein Küchenmesser vorgehalten und gefordert haben, dass der Laden geräumt werde. Daraufhin hätten die Anwesenden sofort das Geschäft verlassen. Verletzt worden sei keiner der Kunden und Beschäftigten. Anfangs hatte die Polizei das Alter der Frau mit 30 angegeben und am Donnerstag dann auf 50 korrigiert.

Polizei setzt Taser ein

Weil die Gefahr bestand, dass sich Düsseldorferin mit dem Küchenmesser selbst verletzen könnte, setzte die Polizei einen Taser, im Fachjargon Distanzelektroimpulsgerät (DEIG), ein. Die Beamten nahmen die Frau fest. Sie wurde ärztlich versorgt. Am Donnerstagnachmittag teilte die Polizei mit, dass die 50-Jährige zur weiteren Behandlung in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden ist. Gegen die Frau wurde Strafanzeige erstattet.

Nach dem Vorfall von Idar-Oberstein ist die Öffentlichkeit sensibilisiert. Dort war ein junger Tankstellenkassierer von einem mutmaßlichen Maskenverweigerer getötet worden. Um eine Maskenverweigerin habe es sich bei der 50-Jährigen aber nicht gehandelt, teilt die Polizei am Donnerstag (23.9.) auf Anfrage der Redaktion mit. „Die Frau trug eine Maske“, hieß es.

Rewe wieder wie üblich geöffnet

Da der Rewe ohnehin um 20 Uhr schließt, wurde das Geschäft nach dem Einsatz nicht wieder geöffnet. Am Donnerstag konnten die Kunden wieder wie üblich in dem Lebensmittelgeschäft einkaufen. Weil in Schichten im Rewe gearbeitet wird, waren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am nächsten Morgen im Dienst, die von dem Vorfall am Mittwochabend nicht betroffen waren.

Ähnlicher Vorfall kurz vorher in Dortmund

Etwa eine Stunde vorher hatte es in Dortmund ebenfalls eine Bedrohung gegeben. Gegen 17.55 Uhr war die Polizei von Zeugen gerufen worden, weil ein Mann mit verschiedenen Waffen auf der Hessischen Straße unterwegs war. Er soll dabei eine andere Person bedroht haben. Polizeibeamte konnten den Tatverdächtigen wenig später in einem Hinterhof festnehmen. Der 33-jährige Dortmunder kam in polizeiliches Gewahrsam.

Einen Zusammenhang zwischen den Taten in Lünen und Dortmund schließt die Polizei aus.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
Zur Autorenseite
Magdalene Quiring-Lategahn