Bergfest: Lüner Schützenkönigspaar zieht Bilanz

Interview

Vor einem Jahr wurden Jürgen und Marion Buchtmann zum Königspaar des Lüner Schützenvereins von 1332. Jetzt steht am Samstag, 30. Juli, der Königsball auf dem Terminplan, der die Hälfte der Regentschaft markiert. Zum Bergfest erzählt das Königspaar im Interview über ihre Erfahrungen und Pläne.

Lünen

, 30.07.2016, 05:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bergfest: Lüner Schützenkönigspaar zieht Bilanz

Jürgen und Marion Buchtmann ziehen nach ihrem ersten Jahr als Schützenkönigspaar des Lüner Vereins von 1332 Bilanz.

War es von vornherein klar, dass Ihre Frau an Ihrer Seite Königin wird?

Jürgen I.: Absolut. Wenn man so etwas vorhat, geht das nur zusammen. Auch bei den Auftritten. Man spricht das vorher gemeinsam ab. Und es ist schöner, wenn man gemeinsam als Paar die Termine absolviert.

Die unausweichliche Frage an die Königin: Wie viele Kleider mussten sie sich für die Regentschaft kaufen?

Marion I.:  Es kommt darauf an, wie man sich die Sachen zusammenstellt. Man kann verschiedene Oberteile und Röcke gut kombinieren. Ich schreibe mir auf, was ich bei welchem Verein und zu welchem Anlass getragen habe. Damit ich nicht die gleiche Kombi doppelt trage.

Sie sind noch gar nicht so lange Mitglieder im Schützenverein. Was hat Sie zum Eintritt bewogen?

Jürgen I.:  Wir wollten im September 2009 beim Biwak eigentlich nur eine Bratwurst essen. Wegen der netten Gemeinschaft bin ich dann eingetreten. Eigentlich wollte ich nur passives Mitglied sein. Meine Frau ist dann im Januar 2010 eingetreten. Und wir sind auch beide als Sportschützen aktiv, das ist unser gemeinsames Hobby.

Wann haben Sie dann entschieden, um die Königswürde mitzuschießen?

Jürgen I.: Das kam dadurch, dass wir so viele nette Leute getroffen haben, mit denen wir auf einer Wellenlinie sind. Dann sind wir mit dem vorherigen König Jörg Kostrzewa mitgegangen und haben gesehen, was auf einen zukommt. Eigentlich wollte ich erst 2017 antreten, weil ich da in Rente gehe. Aber dann haben wir überlegt, dass der Altersdurchschnitt ja immer höher liegt und es immer weniger Schützen gibt, die bei Ausmärschen mitgehen können. Und so habe ich es eben zwei Jahre vorher versucht.Marion I.: Wir sind aber ganz stolz, dass uns so viele Schützen zu Terminen begleiten. Das zeigt, dass sie uns mögen und akzeptieren. Diese Gemeinschaft ist der Grund, warum wir im Verein sind. Und unsere Adjutanten Jörg und Elke Kostrzewa, das frühere Königspaar, und Andreas und Ute Vellmer begleiten uns zu jedem Termin.

Haben Sie Ihren Entschluss, König zu werden, je bereut?

Jürgen I.: Nein. Wir haben wirklich nette Königspaare der anderen Vereine kennen gelernt. Das passt einfach. Eigentlich schade, dass es nur zwei Jahre sind.Marion I.: Es macht Spaß, ist eine ganz tolle Zeit. Es ergeben sich Freundschaften mit den Königspaaren der anderen Vereine.

Könnten Sie sich vorstellen, auch mal Kaiser zu werden?

Jürgen I.: Die Option halte ich mir offen, aber auf keinen Fall sofort nächstes Jahr.

Was hat denn die Familie gesagt, als Sie König wurden?

Jürgen I.: Unser Sohn wollte schon früher in den Schützenverein eintreten als wir. Er, die Schwiegertochter und unsere Enkel sind auch im Verein. Der Älteste ist schon bei den Sportschützen.

Und wie hat die Nachbarschaft reagiert?

Marion I.: Ganz toll, als wir nach dem Königsschießen nach Hause kamen, hing ein großes Banner mit „Jürgen I. und Marion I.“ am Haus und es war alles mit grünen und weißen Fähnchen geschmückt. Darüber haben wir uns wirklich sehr gefreut.

Welche Pläne haben Sie für das zweite Jahr?

Jürgen I.: Im Winter werden wir wieder mit der 5. Kompanie ein Karnevalsprogramm für die Veranstaltung im „Haus Heil“ einstudieren. Da bin ich unter anderem im Männerballett involviert.Marion I.:  Mitte März werden wir mit dem Trommlerkorps "Gut Klang Kirchlinde" nach Irland reisen. Das ist der Spielmannszug unseres Vereins, der schon bei der Steubenparade in New York, in Dubai oder China und Marokko aufgetreten ist.Jürgen I.: Wir nehmen da mit dem Ehepaar Kostrzewa am Umzug zum St. Patricks Day teil, marschieren da in der Parade mit und sind auch in Limerick beim 46. Internationalen Band Championsship dabei. Auch unser Präsident Jochen Clewing kommt mit. Diese Gelegenheit, als Schützenkönig bei der Parade in Dublin mitzumarschieren, kann ich mir doch nicht entgehen lassen.

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