Betrunken Auto gefahren: 70-jähriger Lüner unterschätzt Alkoholkonsum

rnAmtsgericht

Der Griff zur Flasche brachte einen 70-jährigen Lüner jetzt auf die Anklagebank des Amtsgerichts. Er saß, nachdem er getrunken hatte, am Steuer seines Wagens.

von Sylvia Mönnig

Lünen

, 03.11.2019, 08:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die gescheiterte Versöhnung mit seiner Ex-Freundin setzte einem Lüner offenbar so zu, dass er zum Alkohol griff. An sich nicht strafbar, hätte sich der 70-Jährige danach nicht hinter das Steuer gesetzt. Das brachte ihn nun auf die Anklagebank.

Die Fahrt, die der Rentner am 9. Dezember mit über 1,2 Promille im Blut unternahm, kam nur durch einen Zufall ans Licht.

Beim Einparken auf der Straße Königsheide stieß sein Wagen gegen ein fremdes Auto. Zeugen, die ihn in ein Haus gehen sahen, mutmaßten eine Unfallflucht und informierten die Polizei. Zwar konnte an dem anderen Pkw letztlich kein Schaden festgestellt werden, dafür kam die Alkoholisierung ans Licht. Der Führerschein wurde kurz darauf kassiert.

Er habe sein Auto nur etwa 20 Meter umsetzen wollen, beteuerte der 70-Jährige nun vor dem Amtsgericht. Er habe seine Alkoholisierung absolut unterschätzt. Passend dazu erklärte er, etwas Bier, Schnaps und später einen Grog getrunken zu haben. Wobei die Mengen, die er nannte, nicht unbedingt zum Promillewert passten.

Zudem offenbarte der Auszug aus dem Fahreignungsregister, dass er nicht zum ersten Mal den Führerschein wegen einer Alkoholfahrt abgeben musste. Dementsprechend kam ihn das Ganze auch teuer zu stehen. Er wurde zu 400 Euro Geldstrafe und zusätzlichen drei Monaten Sperrfrist zur Erteilung der Fahrerlaubnis verurteilt.

Lesen Sie jetzt