Betrunkenes Pärchen hielt Lüner Polizei auf Trab

Alkohol am Steuer

Erst ein Fangspiel, dann ein Versteckspiel und dann wieder ein Fangspiel: Was sich auf den ersten Eindruck nach einem lustigen Treiben anhört, war jedoch keins. Denn die Protagonisten waren auf der einen Seite Lüner Polizisten und auf der anderen ein umtriebiges Pärchen, mit dem die Beamten es in der Nacht auf Mittwoch zu tun hatten.

LÜNEN

, 16.08.2017, 16:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Aufgefallen waren den Polizisten die beiden während der Streifenfahrt auf der Friedrichstraße, heißt es in einer schriftlichen Mitteilung der Behörde: "Weil sich dort ein Fahrzeug lediglich in Schrittgeschwindigkeit fortbewegte, entschlossen sich die Beamten, die Insassen zu kontrollieren. Was sie durch Anhaltezeichen kundtaten." 

Das Auto hielt auch am Straßenrand. Jedoch nur, um mehrere Insassen aus dem Fond aussteigen zu lassen und sogleich wieder weiterzufahren. Daraufhin folgte der Streifenwagen dem Auto bis zur Straße Auf der Kiepe.

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"Dort sahen die Polizisten noch, wie der Fahrer und die Beifahrerin fluchtartig ausstiegen und hinter eines der Wohnhäuser liefen", so ein Polizeisprecher auf Nachfrage.  Als sie dort nach den beiden Flüchtigen suchten, fanden sie allerdings nur die Frau, die sich in einem Gebüsch versteckt hielt. Angeblich jedoch nur, weil sie sich auf dem Heimweg befände. 

Falsche Angaben zu ihrer Person

Das erschien den Beamten wenig glaubwürdig. Erst recht, nachdem sich herausstellte, dass die Frau falsche Angaben zu ihrer Person gemacht hatte. Wer am Steuer des Fahrzeug gesessen hat, ist aktuell offen. Zwar behauptete die Frau, den Wagen selbst gefahren zu haben, doch das widerspricht den Beobachtungen der Polizisten. Daher sind weitere Ermittlungen nötig. Klare Fakten lieferte hingegen ein Atemalkoholtest bei der Frau. Das Display des Gerätes zeigte mehr als ein Promille an.

Um die Personalien der Frau endgültig zu klären, nahmen die Beamten sie mit zur nächstgelegenen Wache. Dort wurde der 43-jährigen Lünerin auch eine Blutprobe entnommen und der Führerschein sichergestellt. Beendet war der Einsatz damit jedoch nicht, schließlich war der zweite Insasse des Autos noch nicht dingfest gemacht. 

Doch dieses Problem löste sich für die Beamten förmlich von alleine. Gegen 3.20 Uhr erhielten sie nämlich einen Anruf von dem Flüchtigen. "Er wolle die Sache klären, gab der Anrufer an", lautet die Polizeimitteilung weiter. Also fuhren die Polizisten zur Tankstelle an der Kurt-Schumacher-Straße, wo der Mann sich nach eigener Angabe aufhalten würde.

Stark alkoholisierter Mann wenig kooperativ

Dort trafen Einsatzkräfte ihn dann auch an - mit dabei die Frau aus dem vorangegangenen Einsatz. "Von Beginn des Gesprächs an zeigte sich der offenbar stark alkoholisierte Mann wenig kooperativ, unterbrach die Beamten und kritisierte ihre Maßnahmen", heißt es von Seiten der Ordnungsbehörde weiter.

Nach einem verbalen Scharmützel versuchte der 48-Jährige erneut zu flüchten. "Der Mann musste schließlich unter Widerstand zu Boden gebracht und fixiert werden. So endete auch seine Reise schließlich auf der Polizeiwache, wo ihm eine ebenfalls eine Blutprobe entnommen und sein sein Führerschein sichergestellt wurde", beschreibt die Polizei das Ende des Einsatzes. Die Ermittlungen dauern allerdings weiter an.  

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