Bewährungsstrafe für Volksverhetzung

Winfried S.

Er hielt zwar noch einmal ein flammendes Plädoyer in eigener Sache, doch genützt hat es nichts: Das Dortmunder Landgericht hat am Montag den Justiz-Kritiker Winfried S. (52) zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt.

LÜNEN

von Ruhr Nachrichten

, 22.11.2010, 18:07 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Als das nicht klappte, hat er den Glauben in die Justiz und in das deutsche Rechtssystem verloren.“ Nach Ansicht der Verteidigerin habe Winfried S. fortan einen permanenten Kampf geführt. Er habe sich unverstanden gefühlt und deshalb mit aller Macht zurückgeschlagen.   Letztendlich räumte auch Henriette Lyndian ein, dass ihr Mandant offensichtlich mehr als nur einmal einen Schritt zu weit gegangen ist. „Seine Gedankengänge sind fehlgeleitet“, sagte die Anwältin. Der 52-Jährige selbst nutzte sein so genanntes letztes Wort vor der Urteilsberatung, um noch einmal auf viele vermeintliche Missstände aufmerksam zu machen. Und er sagte im Brustton der Überzeugung: „Ich bin sicher, dass ich mit meiner Sicht der Dinge weitaus näher bei der Realität liege als Sie alle hier im Saal.“ 

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