Bistum hält Absage des Sternsinger-Besuchs für ethisches Dilemma

Trianel

LÜNEN Starke Wort wählt das Erzbistum Paderborn in seiner Reaktion auf die Absage des Sternsinger-Besuchs im Trianel-Kraftwerk. Von einem "ethischen Dilemma" war in der Stellungnahme von Bistums-Sprecher Ägidius Engel die Rede.

von Von Peter Fiedler

, 08.01.2010, 21:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bistum hält Absage des Sternsinger-Besuchs für ethisches Dilemma

Die Sternsinger aus dieser politischen Debatte und der Gefahr einer Instrumentalisierung herauszunehmen, „schien uns – in Abstimmung mit Pfarrer Bronstert – eine richtige Entscheidung“, so der Sprecher abschließend. SPD-Landtagsabgeordneter Rainer Schmeltzer wird auf eine Antwort auf seinen Brief an Erzbischof Hans-Josef Becker in Sachen Sternsinger-Absage vergeblich warten. Offene Briefe würden grundsätzlich nicht beantwortet, so das Erzbistum. Der zunächst zugesagte Sternsinger-Besuch bei Trianel war nach massiven Beschwerden kurzfristig abgesagt worden. Zu den Kritikern zählt Dr. Matthias Laarmann, der u.a. auf das Neutralitätsgebot der katholischen Kirche in politischen Fragen hinwies. Der engagierte Katholik wird in seiner Position von der Wählergemeinschaft für Lünen (GFL) unterstützt, deren stellv. Vorsitzender Laarmann ist.

„Er hat inhaltlich die Rückendeckung der GFL“, erklärte Vorsitzender Prof. Dr. Johannes Hofnagel (Foto) auf Anfrage. „Es ging nicht darum, dass Arbeitnehmer oder Bauwerke nicht gesegnet werden, es ging um eine mögliche Instrumentalisierung der Sternsinger durch Trianel“, so Hofnagel.

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