Blei-Gutachten: Lüner Gärtner sauer auf Behörde

Keine Einladung erhalten?

Ist noch Blei im Gemüse? Das wollen die Kleingärtner der Anlage Buchenberg aus Lünen genau wissen, denn ihre Gärten liegen im Bereich zwischen Stadthafen und Aurubis, den das Land NRW Jahr für Jahr untersucht. Deshalb gibt es nun Ärger um die Frage: Hat das Land die Gärtner zum jüngsten Info-Termin eingeladen oder nicht?

LÜNEN

, 14.10.2014, 11:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vom Anbau und Verzehr von Grünkohl und Salat wurde den Kleingärtnern abgeraten.

Vom Anbau und Verzehr von Grünkohl und Salat wurde den Kleingärtnern abgeraten.

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Anders sieht man die Sache beim Land NRW, genauer: beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (Lanuv). Das Schreiben an Diekmann sei doch per Mail 'rausgegangen, wie Ludwig Rademacher vom Lanuv erklärt.  Dirk Diekmanns Antwort auf Nachfrage unserer Redaktion: „Ich kontrolliere meine Mails täglich.“ Vielleicht sei sie im Spam-Ordner gelandet.

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Dass auch Rolf Gesterkamp als Vorsitzender des Verbandes der Kleingärtner Lünen/Lüdinghausen und sein Stellverterter Horst Plettenberg nicht informiert wurden, erklärt Lanuv-Mitarbeiter Rademacher so: „Wir benachrichtigen nur die betroffenen Kleingärtner, in deren Gärten auch gemessen wurde.“ Verbandsvertreter seien nie eingeladen worden. Sie bekämen später das Gutachten zugesandt.

Für Rolf Gesterkamp eine Praxis, über die er sich schon mal beschwert hatte. Da habe es geheißen, „ich könnte ja so kommen“, schildert Gesterkamp. Er hatte in der Vergangenheit stets über den Vorsitzendern der Buchenberg-Anlage von der Info-Veranstaltung erfahren. Doch der war diesmal auch außen vor. „Eine Einladung an mich ist sinnvoll, da ja die anderen Kleingärtner auch informiert sein wollen“, sagt Gesterkamp. Dirk Diekmann jedenfalls wartet jetzt auf das Gutachten in schriftlicher Form. Dann will er mit seinen Gärtnerkollegen darüber reden und die Werte ans Schwarze Brett hängen.

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