BMW rast von der B236 ungebremst ins Feld

Polizeisuche mit Hubschrauber

Mit viel zu hoher Geschwindigkeit ist ein 21 Jahre alter Dortmunder mit seinem BMW am Montagabend an der Dortmunder Straße regelrecht in ein Feld geflogen. Nachdem er eine rote Ampel überfahren hatte, hob sein Auto ab, als er über die Kreuzung hinaus schoss. Verletzt war er offenbar nicht, die Polizei suchte mit Hubschrauber und Hunden nach einer weiteren Person.

Lünen

, 02.06.2015 / Lesedauer: 2 min

Dramatisch klingen die Schilderungen von Augenzeugen: Auf der B236n in Richtung Lünen, gegen 23 Uhr, sei ein BMW mit hohem Tempo zu ihnen aufgeschlossen. Sie räumten daher die linke Fahrspur, der 21-jährige Dortmunder raste vorbei - hielt an der Kreuzung zur Dortmunder Straße trotz des roten Ampelsignals jedoch nicht an.

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Spektakulärer Abflug eines BMW an der B236n

Ein BMW-Fahrer aus Dortmund ist am Montagabend mit hohem Tempo über die rot leuchtende Ampel an der T-Kreuzung Dortmunder Straße/B236n von der Bundesstraße aus geradewegs in das Feld gerauscht. Zeugen beobachteten, wie der Fahrer nach der Irrfahrt 200 Meter weit ins Feld hinein ausstieg und flüchtete. Die Polizei griff ihn kurze Zeit später in einem angrenzenden Gewerbegebiet auf. Mit einem Großaufgebot samt Hubschrauber und Suchhunden suchten Polizei und Feuerwehr nach einem möglichen Beifahrer - jedoch erfolglos.
02.06.2015
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200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
...mit deutlichen Spuren an dem Wagen.© Foto: René Werner/IDA News
Ein Großaufgebot suchte nach einem vermuteten Beifahrer, mit einem Leiterwagen wurde die Unfallstelle ausgeleuchtet.© Foto: René Werner/IDA News
Der Fahrer war nach dem Unfall laut Zeugenaussagen selbst aus dem Auto gestiegen und getürmt.© Foto: René Werner/IDA News
200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
Rund 200 Meter weit rauschte der BMW des Dortmunder Fahrers in das Feld hinein...© Foto: René Werner/IDA News
200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
Der Fahrer war nach dem Unfall laut Zeugenaussagen selbst aus dem Auto gestiegen und getürmt.© Foto: René Werner/IDA News
200 Meter weit ist der BMW in das Feld gepflügt.© Foto: René Werner/IDA News
Mit Kollegen aus Iserlohn suchten die Feuerwehrleute nach einem möglichen Beifahrer des Unfallwagens.© Foto: René Werner/IDA News
Suchhunde, sogenannte Mantrailer, setzten die Feuerwehrleute ein.© Foto: René Werner/IDA News
Suchhunde, sogenannte Mantrailer, setzten die Feuerwehrleute ein.© Foto: René Werner/IDA News
Feuerwehrleute aus Iserlohn unterstützten Polizei und Feuerwehr aus Lünen.© Foto: René Werner/IDA News
Suchhunde, sogenannte Mantrailer, setzten die Feuerwehrleute ein.© Foto: René Werner/IDA News
Suchhunde, sogenannte Mantrailer, setzten die Feuerwehrleute ein.© Foto: René Werner/IDA News
Mit Rettungshunden suchte die Feuerwehr nach einem möglichen Beifahrer. Der Airbag auf der Beifahrerseite war ausgelöst worden, daher nahmen die Suchtrupps einen möglicherweise verletzten Beifahrer an.© Foto: René Werner/IDA News
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Ungebremst fuhr er über die Kreuzung hinweg, "hob" laut Zeugenaussage regelrecht ab und landete im angrenzenden Feld, wo er noch 200 Meter weiter fuhr. Während die Zeugen die Polizei riefen, stieg der Fahrer des BMW aus und flüchtete in den nahen Wald.

Im Gewerbegebiet an der Wethmarheide konnte eine Streife ihn schließlich aufgabeln: „wirre Angaben“ sowie „körperliche Reaktionen“ deuteten auf Drogenkonsum hin, teilt die Polizei weiter mit.

Verdacht auf Drogen

Dass der Großeinsatz sich bis in die frühen  Morgenstunden zog, lag schließlich an einer Beobachtung der Beamten: „Es gab Hinweise darauf, dass auch ein Beifahrer mit im Auto saß“, erklärt Polizei-Sprecher Kim-Ben Freigang, „unter anderem hatte auch der zweite Airbag ausgelöst.“

Die Berufsfeuerwehr Lünen beteiligte sich an der anschließenden Suche, leuchtete das Feld aus, unter anderem mit Scheinwerfern von der Drehleiter aus und mit Wärmebildkameras. Die extra angeforderte Hundestaffel der Feuerwehr Iserlohn reiste an, auch ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Feld – ohne Ergebnis. 

Suche ging am Dienstag weiter

Um kurz nach 5 Uhr rückten die Lüner Feuerwehrleute wieder ein, von einem möglichen Beifahrer fehlt bis jetzt jede Spur. Auch am Dienstagvormittag waren einzelne Beamte noch vor Ort und auf der Suche.

Dem 21-jährigen wurde wegen des Verdachts auf Drogenkonsum eine Blutprobe entnommen, er musste stationär im Krankenhaus bleiben. Der Sachschaden beträgt rund 10.000 Euro.

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