Evakuierung in Dortmund: Patienten nach Bomben-Entschärfung im Konvoi zurück gebracht

rnMarienhospital Lünen

Das war ein aufregendes Wochenende für 14 Patienten des Dortmunder Johannes-Hospitals. Sie mussten wegen der Bombenentschärfung nach Lünen evakuiert werden. Alles lief reibungslos.

Lünen

, 13.01.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stadt und St.-Marien-Hospital zogen am Montag (13.1.) eine positive Bilanz der Evakuierung von Patienten aus dem Dortmunder Johannes-Hospital ins Lüner Klinikum. „Alles ist gut gelaufen“, so Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage.

Ursprünglich sei man von 28 Patienten ausgegangen, die aus Dortmund nach Lünen gebracht und hier versorgt werden sollten. Letztlich kamen am Samstag (11.1.) dann aber 14 Patienten aus dem Johannes-Hospital ins St.-Marien-Hospital. Bei der anderen Hälfte habe man sich im Dortmunder Hospital für vorzeitige Entlassung und Behandlungsurlaub entschieden, so dass sie am Wochenende nicht im Krankenhaus waren.

Patienten aus Dortmund wurden von Dortmunder Personal betreut

„Alle Patienten kamen aus der Kardiologie des Johannes-Hospitals und wurden hier von Ärzten und Pflegern aus Dortmund betreut“, so Fred Leicht von der Pflegedienstleitung des Lüner Klinikums.

Untergebracht waren sie auf der sogenannten „Kurzlieger-Station“ des St.-Marien-Hospitals. Die Zimmer sind am Wochenende immer frei, deshalb kann das Klinikum in Situationen wie der Bombenentschärfung Betten für eine Evakuierung von Patienten anbieten.

Jeweils acht Rettungswagen fuhren im Konvoi

Fred Leicht: „Es handelte sich nicht um hoch pflegebedürftige Patienten, die von Dortmund nach Lünen gebracht wurden, aber sie brauchten noch eine Behandlung im Krankenhaus.“ Zwei Nächte verbrachten die Patienten in Lünen.

Am Montagmorgen wurden sie dann wieder zurück ins Johannes-Hospital gebracht.

Evakuierung in Dortmund: Patienten nach Bomben-Entschärfung im Konvoi zurück gebracht

Fred Leicht, Pflegedienstleitung St.-Marien-Hospital, freut sich, dass die Evakuierung so gut geklappt hat. © Rottgardt

Mit zwei Patienten-Transportzügen, die aus jeweils acht Rettungswagen bestanden, die hintereinander von Lünen nach Dortmund fuhren.

Eigentlich sollten die Patienten auch am Samstag mit solchen Konvois nach Lünen kommen, dann wurde kurzfristig anders entschieden. Sie kamen mit anderen Rettungswagen zum St.-Marien-Hospital.

Transportkonvois kamen aus anderen Städten

Die beiden Konvois kamen aus Höxter und Leverkusen. Spangardt: „Es waren Rettungsdienste, die nicht in der Region im Einsatz sind, damit die hiesigen Rettungsdienste für Notfälle genügend Fahrzeuge hatten.“ Der Lüner Rettungsdienst unterstützte am Sonntag den Rettungsdienst des Kreises.

Koordiniert wurde der Transport am Montag von der Leitung der Lüner Feuerwehr. Spangardt: „Es hat alles problemlos funktioniert.“ Der Rücktransport begann um 7.30 Uhr. Um 9.30 Uhr war er beendet.

Fred Leicht hatte die evakuierten Patienten am Samstag im St.-Marien-Hospital willkommen geheißen. Und bekam gleich ein nettes Feedback: „Gleich der erste Patient bedankte sich dafür, dass wir hier so lecker für die Dortmunder gekocht hätten.“

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