Bombenfund in Lünen? Entscheidung am Dienstag

Hauptbahnhof und Umfeld betroffen

Muss das Umfeld des Lüner Hauptbahnhofs am Dienstag, 23. August, evakuiert werden? Finden die Entschärfer tatsächlich einen Blindgänger mit scharfem Zünder in der Straße "Am Wüstenknapp"? Hier erklären wir Ihnen, wann am Dienstag es Antworten gibt und wer sich schon vorher bei der Stadt melden sollte.

LÜNEN

, 22.08.2016, 13:07 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was wurde gefunden?

Bei Bauarbeiten in der Straße "Am Wüstenknapp" gab es "Auffälligkeiten im Boden", hieß es vor wenigen Tagen. Die Vermutung: Dort liegt eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, ein Blindgänger.

Wann gibt es Gewissheit?

In solchen Fällen kommt der Kampfmittelräumdienst, Experten der Bezirksregierung aus Arnsberg. Diese Fachleute sollen am Dienstag, 23. August, "in den Morgenstunden" vor Ort sein. Wie lange sie brauchen, um Genaueres zu wissen, könne man im Vorfeld nicht sagen, so Simone Kötter, Sprecherin der Stadt Lünen: "Auf welche Begebenheiten man trifft, weiß man vorher nie genau." Ist Grundwasser im Weg? Ist es tatsächlich eine Bombe? Falls ja: Ist der Zünder scharf? All das seien Fragen, die man in Ruhe beantworten müsse. Erst danach könne entschieden werden und werde eventuell eine Evakuierung beginnen.

Welcher Bereich wäre betroffen?

Alles um 250-Meter-Umkreis um den Fundort, unter anderem also Hauptbahnhof, Busbahnhof, Arbeitsagentur und Teile der Münsterstraße. Nicht betroffen wären wohl Kurt-Schumacher-Straße, die Parkhäuser Tobiaspark und Ärztehaus sowie die Innenstadt. Auch wenn sich das 100-prozentig erst sagen lässt, wenn die Experten die Bombe gefunden und untersucht haben. 

Evakuiert werden müssten folgende Häuser:

  • Am Wüstenknapp, Nummer 1 bis 25
  • Westfaliastr., Nummer bis 26 
  • Elisabethstr., Nummer 1 bis 19
  • Hedwigstr., Nummer 1 bis 20
  • Marthastr., Nummer 12 bis 25
  • Klarastr., Nummer 1 bis 10
  • Kirchhofstr., Nummer 1 bis 12
  • Augustastr., Nummer 1, 3, 5, 7, 9 und 11
  • Münsterstr., Nummer 38 bis 72 a und 39 bis 67
  • Goethestr., Haus-Nr. 1 bis 13 b
  • Lessingstr., Nummer 1, 3 und 6
  • Schillerstr., Nummer 1 bis 13
  • Ernst-Becker-Str., Nummer 3 bis 16
  • Fichtestr., Nummer 5 bis 15
  • Goldbrinkstr., Nummer 15
  • Rosenstr., Nummer 2 bis 8
  • Engelswiese, Nummer 1-15
  • Merschstr., Haus-Nr. 2, 4, 12 und 14 

Wie viele Menschen sind betroffen?

Die Vermutung der Stadt: Etwa 1000 Anwohner müssten ihre Wohnungen verlassen. Wichtig: Die Entschärfung kann erst beginnen, wenn das Gebiet komplett menschenleer ist. Es wird Lautsprecher-Durchsagen der Feuerwehr geben sowie aktuelle Informationen auf der städtischen Internet-Seite sowie in den Medien - bei Antenne Unna, aber auch hier bei uns.

Ich wohne in dem Gebiet. Wie und wohin werde ich evakuiert?

Wer kein Auto oder Fahrgelegenheit hat, kann im Falle eine Evakuierung zu den Ecken Münsterstraße/Goethestraße oder Hedwigstraße/Marthastraße kommen. Von dort aus bringen Busse die Anwohner in die Sporthalle der ehemaligen Hauptschule Wethmar an der Dorfstraße. Dort können alle unterkommen, die kein anderes Ausweichquartier haben.

Was ist mit kranken und bettlägerigen Personen?

Dazu schreibt die Stadt Lünen: "Betroffene, die bettlägerig sind oder eines besonderen Transportes bedürfen, werden mit Krankentransportfahrzeugen transportiert." Die Pflegedienste haben dem Ordnungsamt Infos gegeben, wer transportiert werden muss. Falls Bettlägerige allerdings nicht von Pflegediensten betreut werden, sollten die Angehörigen die Stadt informieren. Die Nummer des Bürgertelefons: 02306/104-2020. Dann organisiert die Stadt auch diesen Transport.

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