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Bombenverdacht in Brambauer: Darum ist ein Ende dieser Baustelle nicht abzusehen

rnBoden kontaminiert

Seit Ende Dezember tut sich an der Baustelle Brambauer Straße/Am Brambusch nichts mehr. Es gibt dort gleich zwei Probleme - und wie diese gelöst werden, ist immer noch nicht klar.

Lünen

, 23.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Seit Monaten tut sich nichts an der Baustelle Brambauer Straße/Am Brambusch. Ursprünglich wollten die Stadtwerke dort einfach nur Kabel verlegen. Die Arbeiten mussten aber pausieren. Denn an der eigentlichen Baustelle gibt es zwei Probleme, für die es noch keine Lösung gibt.

Problem 1: Der Bombenverdacht

Den gibt es seit Ende Dezember. Bislang ist er aber weder bestätigt noch dementiert. Denn: Der Kampfmittelräumdienst war bisher noch nicht vor Ort, um die Stelle zu überprüfen. Das soll sich ändern. „Am 3. Juni kommen die Mitarbeiter voraussichtlich und bohren und sondieren. Das ist unsere Information“, sagt Stadt-Pressesprecher Benedikt Spangardt.

Liegt dort eine Bombe, dann entscheidet der Kampfmittelräumdienst, wie es weiter geht: Kontrollierte Sprengung, Entschärfung? Die Sondierung in Brambauer ist allerdings etwas komplizierter als an anderen Stellen. Was an Problem Nr. 2 liegt.

Problem 2: Der kontaminierte Boden

Das hat die Stadt Mitte Februar bekanntgegeben. Im Boden ist zuviel Teer. Bauarbeiter hatten einen unangenehmen Geruch festgestellt, ein Gutachter bestätigte die Teer-Kontamination. Wer in direkten Kontakt zu Teer kommt, für den besteht erhöhtes Krebs-Risiko. Deswegen müssen auch die Arbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes besonders geschützt werden.

Es ginge dabei um richtige Schutzkleidung, auch um die Umluft, weshalb während der Arbeiten wohl ein Zelt über der Baustelle stehen werde, sagt Spangardt. Das seien Auflagen des Kreises Unna. Erde, die aus dem Boden geholt werde, müsse hermetisch verpackt werden.

Keine Gefahr für Passanten

Das komplette Ausmaß der Kontamination ist indes noch unbekannt. Deswegen ist auch noch unklar, wie es unabhängig vom Bombenverdacht dort weiter geht. Möglicherweise muss der komplette verseuchte Boden abgetragen und erneuert werden. Das würde noch einmal dauern. Auch der Verursacher der Verunreinigung ist noch unbekannt. „Das müssen wir klären, wenn wir wissen, wie es dort weitergeht“, sagt Spangardt. In der Nähe der Baustelle lag unter anderem die Zeche Minister Achenbach. Bis 1992 wurde dort Kohle gefördert.

Klar ist: der Teer im Boden ist nur gefährlich für Menschen, die damit direkt in Kontakt kommen - also die Arbeiter an der Baustelle. „Für Leute, die daran vorbeigehen oder fahren, besteht keine Gefahr“, sagt Stadt-Pressesprecher Spangardt.

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