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BUND: Trianel rechnet das Kraftwerk schön

Genehmigungs-Anträge

Das Trianel-Kraftwerk im Stummhafen wird auch weiterhin nicht rechtskonform genehmigt werden können. Dieses Fazit zieht der NRW-Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als Ergebnis seiner Einwendungen gegenüber den neuen Anträgen auf Genehmigung.

LÜNEN

24.10.2012 / Lesedauer: 2 min
BUND: Trianel rechnet das Kraftwerk schön

Die öffentliche Erörterung der Einwendungen gegen den Trianel-Genehmigungsantrag beginnt am 10. Dezember.

„Auch der neue Anlauf, doch noch eine Genehmigung für das an diesem Standort hochproblematische Kraftwerk zu erhalten, ist damit zum Scheitern verurteilt“, so Dirk Jansen, NRW-Geschäftsleiter des BUND.  Auf insgesamt 624 Seiten habe der BUND dargelegt, dass die gravierenden rechtlichen Mängel nicht beseitigt werden konnten. Zwar hätten bereits deutliche Verbesserungen durchgesetzt werden können, doch blieben die Auswirkungen gleichwohl sehr erheblich und könnten nicht genehmigt werden.  

Dies liege vor allem am geplanten Kraftwerksstandort im Umfeld mehrerer besonders sensibler europäischer Schutzgebiete, welche bereits ohne das neue Kraftwerk einer unzulässig hohen Belastung ausgesetzt seien. Verwunderlich sei, so der BUND, dass die Neuanträge bei allem Umfang der Unterlagen und Bedeutung für Trianel „erkennbar mit heißer Nadel gestrickt worden sind“. Der BUND wirft Trianel „Schönrechnerei“ vor. Auch das mittlerweile fünfte Gutachten zu den Schadstoffeinträgen in die europarechtlich geschützten Cappenberger Wälder sei untauglich, die Verträglichkeit des Vorhabens mit den Schutzzielen des Fauna-Flora-Habitat-Gebietes (FFH) zu belegen.  

Interessant sei der Umstand, dass Trianel sich nur von einem Teil seines bisherigen Gutachterstabes getrennt habe, ein zentrales Gutachten aber weiterhin von dem Büro komme, dessen mangelnde Substanz in der Gerichtsverhandlung vor dem Oberverwaltungsgericht aufgedeckt worden sei.  Auch im Hinblick auf die hohe Quecksilbervorbelastung der Fische in der Lippe bestätigten die neuen Untersuchungen die Kritik des BUND.

Erörterung
Ab dem 10. Dezember werden die Einwendungen gegen das Vorhaben in Lünen öffentlich erörtert.

 

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