Caterer und Corona: Dennis Stolzenhoff sieht die Krise als Chance

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Viel können Gastronomen, Eventveranstalter und Caterer gegen die aktuelle Situation nicht tun. „Wir müssen das Beste daraus machen“, sagt Dennis Stolzenhoff. Der Geschäftsfürer verrät, wie.

Lünen

, 01.10.2020, 19:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Immer wieder neue Auflagen, immer wieder veränderte Rahmenbedingungen. Immer wieder verschärfte Bedingungen - oder auch Lockerungen. An einem Schema F können Gastronomen, Eventveranstalter und Caterer derzeit nicht festhalten.

„Wir müssen ständig neue Konzepte erarbeiten, immer wieder neu umdenken“, schildert Dennis Stolzenhoff den täglichen Wahnsinn, mit dem er zu kämpfen hat - der ihn aber nicht in eben diesen zu treiben scheint.

Tatsächlich wirkt der Geschäftsführer der Stolzenhoff Catering Company GmbH so, als beflügele ihn die aktuelle Situation. „Wir müssen uns auf den aktuellen Markt einstellen - und das ist auch mal eine Chance“, sagt der 36-Jährige. Eine Chance, altbekannte Wege zu verlassen und einfach mal in andere Richtungen zu denken. „Man guckt jetzt unter jeden Stein, ob sich da nicht noch eine Möglichkeit ergibt“, nutzt Stolzenhoff das Bild des steinigen Wegs, der derzeit vor allen Caterern dieser Welt liegt. „Und man nutzt jetzt auch die Gunst der Stunde, um den einen oder anderen Stein dann auch einfach mal weg zu legen und aufzuräumen.“ Neue Strukturen zu setzen und umzudenken, das mache tatsächlich grad auch ein bisschen Spaß. „Die Betriebs- und Arbeitsweise ändert sich“, erklärt Dennis Stolzenhoff.

Der Geldregen bleibe in diesen Zeiten natürlich aus, „aber es läuft ja für alle doof. Sich unter der Decke zu verkriechen und zu warten, bis es vorbei ist, das hilft nicht. Die Alternative ist, aktiv zu werden - und das können wir Gastronomen“, preist Stolzenhoff den Erfindergeist seines Berufszweigs.

Pop-Up-Weihnachtsmärkte als Ersatz für die Weihnachtsfeier

Mit Blick auf die anstehende Weihnachtszeit hat Stolzenhoff auch schon ein Konzept in der Schublade, das sämtlichen Corona-Schutzverordnungen Rechnung tragen dürfte. Er setzt auch auf Pop-Up-Weihnachtsmärkte, die zu den Kunden kommen, und auf denen Abstandsregeln kein Problem darstellen dürften. „Unter freiem Himmel ist das mit 100 bis 200 Leuten kein Problem“, sagt Stolzenhoff.

Die Miniatur-Weihnachtsmärkte haben zwei unterschiedliche Kulissen: einmal nostalgisch und einmal eine Eiswelt. Alle Bereiche sind unterteilbar, so dass maximal 35 Menschen einer Gruppe angehören, wenn auch die Flächen nochmals unterteilt werden. „Das ist passend zur Gesetzeslage - und die Kunden können Abteilungsweise feiern oder auch Bürogemeinschaften können unter sich bleiben.“ Aus betrieblicher Sicht hofft Stolzenhoff, dass die Situation so bleibt, wie sie aktuell ist - und sich die Menschen vernünftig verhalten. Denn, so argumentiert der Caterer: „Mir ist es lieber, die Leute treffen sich in einer Disco, wo ihre Namen bekannt sind, als dass es draußen unkontrollierbare Corona-Partys gibt.“

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