Caterpillar: 500 Mitarbeiter nach Schließungs-Ankündigung weiter im Ungewissen

rnInitiativkreis tagt Freitag

Der Baumaschinen- und Bergbau-Riese Caterpillar hat angekündigt, seine Werke in Lünen, Dortmund und Wuppertal zu schließen. Wann und wie? Eine Versammlung am Dienstag brachte keine Klarheit.

Lünen

, 10.03.2020, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Diese Nachricht sorgte für Entsetzen in der ganzen Region. Das Unternehmen Caterpillar mit Sitz in Illinois/USA hat am vergangenen Donnerstag (5.3.) angekündigt, seine Werke in Lünen, Dortmund und Wuppertal zu schließen. Rund 1200 Mitarbeiter sind betroffen, alleine 500 in Lünen.

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Die Mitteilung von Caterpillar war eindeutig: Die Werke werden geschlossen. Über alles weitere ließ man die Mitarbeiter im Ungewissen. Etwas mehr Klarheit hatten sich viele von der Betriebsversammlung am Dienstagvormittag erhofft. Die Hoffnung wurde enttäuscht.

Mitarbeiter sind „wütend, traurig, kämpferisch“

Rund zwei Stunden habe die Sitzung mit der Belegschaft und der erweiterten Lüner Geschäftsführung um Thomas Reuß gedauert, berichtet Betriebsrats-Vorsitzender Andreas Unislawski. Die drängende Frage nach dem Zeitplan sei dabei aber nicht beantwortet worden.

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Ganz unterschiedlich sei die Stimmung unter den Mitarbeitern gewesen, sagt Ulrike Hölter von der IG Metall: „Wütend, traurig, kämpferisch“.

Dass die Fragen nicht beantwortet werden konnten, hat einen Grund: Wann endgültig die Tore dicht bleiben, steht noch gar nicht fest. „Das wird Thema der Verhandlungen zum Interessensausgleich sein“, sagt Hölter. Einen Zeitplan dafür gibt es allerdings ebenfalls noch nicht. Betriebsrat und IG Metall warten laut Hölter jetzt darauf, dass Caterpillar sich mit seinen Vorstellungen über den weiteren Ablauf an sie wendet. „Wir reagieren dann darauf“, so Hölter.

Wann Caterpillar seine Vorstellungen unterbreiten will? Wissen Hölter und Unislawski nicht. Das Unternehmen ließ eine entsprechende Anfrage am Dienstag bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Stadt will Mitarbeiter mit Initiativkreis unterstützen

Die Stadt Lünen hat indes am Montag zu einem Initiativkreis eingeladen, der sich um Unterstützung für von der Schließung betroffene Mitarbeiter kümmern will. Mitglieder sind Vertreter von Stadt, Arbeitsagentur, Jobcenter, der Wirtschaftsförderung, Pro Lünen, den Gewerkschaften, den Kammern und der Kreishandwerkerschaft. Auch die Stadt Dortmund sei eingeladen worden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Lünen. Ob Vertreter von Betriebsrat und Caterpillar-Geschäftsführung teilnehmen, war am Dienstag noch unklar.

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Es sei wichtig, wird Bürgermeister Kleine-Frauns darin zitiert, dass wir den betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zeigen: Wir stehen als ganze Stadt hinter euch. Ihr fallt nicht ins Bergfreie“. Die Entwicklungen bei Caterpillar hätten vor allem in Dortmund und Lünen „die Ausmaße einer Zechenschließung“, so Kleine-Frauns.

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