Caterpillar: Warum die Lage weiter angespannt ist

Bergbauzulieferer in Lünen

Ende 2015 sind beim Bergbauzulieferer Caterpillar 116 Arbeitsplätze weggefallen. Das sollte das strauchelnde Unternehmen wieder stabilisieren. Zwar sei die Kurzarbeit momentan unterbrochen, schon im September soll wieder auf diesen Modus geschaltet werden. Warum die Lage weiterhin angespannt bleibt, lesen Sie hier.

LÜNEN

, 05.08.2016, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Caterpillar: Warum die Lage weiter angespannt ist

Bei Caterpillar hat sich die Lage nach zahlreichen Kündigungen im Jahr 2015 noch nicht entspannt.

„Die Situation hat sich nicht verbessert“, sagte Betriebsratsvorsitzende Martina Vogelgesang am Freitag auf Anfrage.

Wie berichtet, hatte Caterpillar die Entlassungen mit dem sinkenden Auftragsvolumen begründet, weil der Kohlepreis so niedrig sei und in der Branche kaum noch investiert würde. Trotzdem: Mit der „Restrukturierung“ Ende 2015 war die Hoffnung verbunden, wieder wettbewerbsfähig zu sein, „wenn der Markt zurückkehrt“, wie Caterpillar-Sprecher Jan Battenberg im Dezember erklärte.

Problem: Keine Anschlussaufträge

Zwar habe es kurzzeitig wieder Aufträge gegeben, erklärte jetzt  Betriebsratsvorsitzende Vogelgesang. „Das Problem ist, dass es keine Anschlussaufträge gab“, sagt sie. Mit der Reduzierung von 900 auf unter 800 Mitarbeiter und der wiederkehrenden Kurzarbeit nutze das Unternehmen momentan alle Möglichkeiten aus. 

Jetzt lesen

„Weil wir hoffen, dass sich die Lage am Markt wieder stabil zum Positiven verändert“, erklärt sie. Die letzten Nachrichten aus der Branche stimmten sie „verhalten optimistisch“. 

Ende 2015 hatte es 48 betriebsbedingte Kündigungen gegeben, 68 Mitarbeiter hatten sich für eine freiwillige Aufhebung des Vertrags entschieden.

Lesen Sie jetzt