Cineworld: 300 Leute besuchten Benefiz-Lesung

Lyrik und Linsensuppe

Ein großer Erfolg für die Obdachlosenhilfe: Fast 300 Gäste sind am Samstag zur zehnten Auflage der Benefiz-Veranstaltung „Lyrik und Linsensuppe“ zugunsten des Obdachlosen-Hilfe-Vereins „Dach über dem Kopf“ in die Cineworld gekommen. Dabei kamen gut 2000 Euro Nettoerlös zusammen - und zusätzlich eine überraschende Spende in Höhe von 3000 Euro.

LÜNEN

, 31.01.2016 / Lesedauer: 3 min
Cineworld: 300 Leute besuchten Benefiz-Lesung

Fast 300 Gäste erlebten im ausverkauften Kino 5 der Cineworld ein tolles Programm.

„Ohne Menschen wie die, die hinter solchen Dingen stehen, kommt keine vernünftige Gesellschaftsordnung mehr aus“, lobte Lutz Nennmann (einer der zwei Cineworld-Betreiber) das Engagement des Vereins. Und überraschte dessen Vorstand mit einer Spende von 3000 Euro. „Wir haben darauf gehofft, dass diese Marke Lyrik und Linsensuppe funktioniert und jeder von Ihnen beweist, es stimmt“, betonte der Vereinsvorsitzende Ulrich Klink, der die zweistündige Veranstaltung moderierte. 

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Lyrik und Linsensuppe 2016

Ein voller Erfolg war am Samstag die 10. Auflage der Benefiz-Veranstaltung „Lyrik und Linsensuppe“ zugunsten des Obdachlosen-Hilfe-Vereins „Dach über dem Kopf“. Fast 300 Gäste erlebten im ausverkauften Kino 5 der Cineworld ein tolles Programm. Elf Persönlichkeiten aus Lünen trugen dem Publikum ihre Lieblingslektüre vor. Dabei kamen gut 2000 Euro Nettoerlös zusammen- und eine überraschende Spende in Höhe von 3000 Euro.
31.01.2016
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Die Akteure von Lyrik und Linsensuppe konnten sich freuen: Die 10. Auflage der Benefizveranstaltung zugunsten des Vereins "Dach über dem Kopf" war ein voller Erfolg.© Foto: Volker Beuckelmann
Kulinarischer Höhepunkt bei Lyrik und Linsensuppe war am Ende deftige Linsensuppe, serviert von ehrenamtlichen Helferinnen.© Foto: Volker Beuckelmann
Für seinen lustigen Vortrag über die Kunst sowie den Inhalt von Liedern der Flippers erntete der Münsteraner Kabarettist Christoph Tiemann großen Beifall.© Foto: Volker Beuckelmann
Für eine gelungene Einstimmung mit Jazz-Interpretationen sorgten Wolfgang Surrey und Christoph Steiner an Saxophon und Gitarre.© Foto: Volker Beuckelmann
Fast 300 Gäste erlebten im ausverkauften Kino 5 der Cineworld ein tolles Programm.© Foto: Volker Beuckelmann
Petra Nennmann trug das düstere Gedicht "Der Rabe" von Edgar Allan Poe vor.© Foto: Volker Beuckelmann
Das Gedicht "Häuser am Abend" von Hermann Hesse hatte es Friedhelm Deuter (Bauverein) angetan. Zudem gab er sich als Fan von Heinz Ehrhardt zu erkennen.© Foto: Volker Beuckelmann
Um Sklaverei, Unterdrückung, Krieg und Rassismus ging es beim Gedicht von Aimé Césaire, das Heinrich Behrens (Leiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule) in französischer und deutscher Sprache vortrug.© Foto: Volker Beuckelmann
Die Flüchtigkeit sozialer Beziehungen in Großstädten beschrieb Ulrich Fischer (ehem. Vorsitzender der Lüner Sparkasse) mit "Augen in der Großstadt" von Kurt Tucholsky.© Foto: Volker Beuckelmann
Der Lüner Autor Viktor Sons gefiel mit seinem Beitrag "Vonne Endlichkait" von Günther Grass.© Foto: Volker Beuckelmann
Souverän trug Margarethe Kassner (Künstlergattin) drei Gedichte, darunter "Hälfte des Lebens" von Friedrich Hölderin, frei vor.© Foto: Volker Beuckelmann
Marie-Luise Stoverock (ehem. Pflegedienstleiterin des St.-Marien-Hospitals) entführte das Publikum in die Zeit der Hugenottenverfolgung mit der Ballade "Die Füße im Feuer" von Conrad Ferdinand Meyer.© Foto: Volker Beuckelmann
"Immer dort wo Kinder sterben" - mit dieser nachdenklich machenden Strophe aus einem Gedicht von Nelly Sachs ging Charlotte Schulte-Witten (Inner Wheel Club) auf Flüchtlingselend ein.© Foto: Volker Beuckelmann
Mit seinem eigenen Gedicht "Wer waren wir? Wer sind sie?" widmete sich Dr. Fekade Maru (Arzt) der Wertschätzung von Menschen.© Foto: Volker Beuckelmann
"Eure Kinder sind nicht eure Kinder" rezitierte Klaus Bauer (ehem. Leiter der Overbergschule) ein eindrucksvolles Gedicht von Khalil Gibran.© Foto: Volker Beuckelmann
Wolfgang Schene (Retro Art Stadt Hotel Lünen) trug sieben vergnügliche Kurzgedichte unterschiedlicher Couleur vor und spendierte für die GŠste 130 Liter selbst zubereitete Linsensuppe.© Foto: Volker Beuckelmann
Mit einer Spende in Höhe von 3000 Euro überraschte Lutz Nennmann (l.), einer der Betreiber der Cineworld, den Vorsitzenden von "Dach über dem Kopf", Ulrich Klink (r.).© Foto: Volker Beuckelmann
Mit Rosen bedankte sich Daniela Blome (l.) vom Verein "Dach über dem Kopf" bei den Akteuren der Benefizveranstaltung, darunter Petra Nennmann (r.).© Foto: Volker Beuckelmann
Zu jedem bei Lyrik und Linsensuppe vorgetragenen Gedicht präsentierte Heidi Vakilzadeh von der Lippe Buchhandlung Lünen die passenden Bücher.© Foto: Volker Beuckelmann
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Für eine gelungene Einstimmung mit Jazz-Interpretationen sorgten Wolfgang Surrey und Christoph Steiner an Saxophon und Gitarre. Petra Nennmann, die Gattin des Kinobetreibers, machte den Anfang mit dem düsteren Gedicht „Der Rabe“ (Edgar Allan Poe). Dabei ging es um den mysteriösen Besuch eines Raben bei einem Verzweifelten, dessen Geliebte verstorben ist. Das Gedicht „Häuser am Abend“ (Hermann Hesse) hatte es Friedhelm Deuter (Bauverein) angetan. Zudem gab er sich als Fan von Heinz Ehrhardt zu erkennen. Um Sklaverei, Unterdrückung, Krieg und Rassismus ging es beim Gedicht von Aimé Césaire, das Heinrich Behrens (Leiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule) in französischer und deutscher Sprache vortrug. 

Von Großstädten, Endlichkeit und Verfolgung

Die Flüchtigkeit sozialer Beziehungen in Großstädten beschrieb Ulrich Fischer (ehem. Vorsitzender der Lüner Sparkasse) mit „Augen in der Großstadt“ von Kurt Tucholsky. Für seinen lustigen Vortrag über die Kunst erntete der Münsteraner Kabarettist Christoph Tiemann großen Beifall. Viktor Sons (Autor) gefiel mit seinem Beitrag „Vonne Endlichkait“ von Günther Grass. Souverän trug Margarethe Kassner (Künstlergattin) drei Gedichte, darunter „Hälfte des Lebens“ (Hölderlin), frei vor. Marie-Luise Stoverock (ehem. Pflegedienstleiterin des St.-Marien-Hospitals) entführte das Publikum in die Zeit der Hugenottenverfolgung mit der Ballade „Die Füße im Feuer“ von Conrad Ferdinand Meyer.

„Immer dort wo Kinder sterben“ - mit dieser nachdenklich machenden Strophe aus einem Gedicht von Nelly Sachs ging Charlotte Schulte-Witten (Inner Wheel Club) auf Flüchtlingselend ein. Mit seinem eigenen Gedicht „Wer waren wir? Wer sind sie?“ widmete sich Dr. Fekade Maru (Arzt) der Wertschätzung von Menschen. „Eure Kinder sind nicht eure Kinder“ rezitierte Klaus Bauer (ehem. Leiter der Overbergschule) ein eindrucksvolles Gedicht von Khalil Gibran. 

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