Corona-Gefahr: Badeverbot im Seepark Horstmar, Strand mit Zaun gesperrt

Ankündigung der Stadt

Die Stadt will verhindern, dass Lünen zu einem Corona-Hotspot wird. Ein Badeverbot am Seepark Horstmar soll helfen. Dazu wird rund um den Strand ein Zaun errichtet.

Lünen

, 02.07.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min
Um den Strand stellt die Stadt einen Zaun auf - Baden ist ab Freitag, 3. Juli, verboten.

Um den Strand stellt die Stadt einen Zaun auf - Baden ist ab Freitag, 3. Juli, verboten. © Weitzel

Im Seepark Lünen gilt ab Freitag, 3. Juli, bis auf Weiteres ein allgemeines Badeverbot. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit. Demnach hatte sich der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE), der im März aufgrund der Corona-Pandemie einberufen wurde, vorher „ausführlich mit der Frage auseinandergesetzt, ob ein Badeverbot angebracht und notwendig“ sei.

Dass darüber diskutiert wird, hatte die Stadt schon angekündigt. Vor allem im Hinblick darauf, dass entschieden wurde, das Freibad Cappenberger See zu öffnen. Somit gibt es weiterhin eine Schwimm-Möglichkeit in Lünen - allerdings keine kostenlose mehr.

„Die Corona-Gefahr ist nicht vorbei“

Warum? „Die Gefahr durch Corona ist noch nicht vorbei. Das sehen wir aktuell in anderen Städten und Kreisen in Deutschland. Wir wollen mit dem Badeverbot verhindern, dass Lünen zu einem weiteren Corona-Hotspot wird“, erklärt Uwe Quitter, Erster Beigeordneter und Leiter des SAE der Stadt Lünen. Bereits in der vergangenen Woche hatte die Stadt in Hinblick auf das angekündigte gute Wetter am Wochenende mitgeteilt, „ein wachsames Auge“ auf den Seepark in Horstmar zu haben.

Jetzt lesen

„Der Großteil der Seepark-Gäste verhält sich verantwortungsbewusst. Es sind aber doch leider zu viele Besucher, die die Abstände nicht einhalten und dann auch keinen Mund-Nase-Schutz tragen“, wird Uwe Quitter in der Stadtmitteilung zitiert. Das führe bei gutem Wetter dazu, dass die Ordnungskräfte die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen nicht in dem erforderlichen Maße kontrollieren könnten. Aus den vergangenen Jahren weiß die Stadt: Bei gutem Wetter strömen pro Wochenende bis zu 15.000 Besucherinnen und Besucher in den Park.

Weil darunter viele auswärtige Besucherinnen und Besucher sind – laut Angaben der Stadt bis zu 70 Prozent – wird der Zugang zum Strandbereich gesperrt. Rund um den Strand werde ein Zaun errichtet, teilte ein Stadtsprecher mit. „Viele Menschen, die aus anderen Städten in den Seepark kommen, kennen die örtlichen Regelungen nicht. Weil die Kontrolle des Geschehens dadurch erschwert wird, reicht das Aufstellen von Schildern nicht aus“, erklärt Quitter.

Liegeverbot im Seepark gilt weiter

Auch das Liegeverbot gilt weiterhin. Die Stadt Lünen hatte bereits Anfang April verboten, sich auf den Liegeflächen hinzusetzen oder zu legen. Zur Begründung hatte sie darauf verwiesen, dass die Besucherinnen und Besucher gerade bei einer hohen Belegung der Flächen oftmals die erforderlichen Abstände nicht einhalten könnten.

Jetzt lesen

Der Seepark werde laut Stadt aber nicht geschlossen oder gesperrt. Spazierengehen bleibe ausdrücklich erlaubt. Zwischendurch stehen zu bleiben, um zu verweilen oder eine Pause einzulegen, ist ebenso erlaubt wie auf den dafür vorgesehenen Parkbänken zu sitzen. Auch dabei sollten allerdings die dem Schutz vor Ansteckung dienenden Corona-Regeln beachtet werden.

Menschen, die sich nicht an die Verbote halten, können mit einem Hausverbot für den Seepark belegt werden. In erster Linie setzt die Stadt aber auf den Dialog und wird Besucherinnen und Besucher des Seeparks gezielt ansprechen. Für das anstehende Wochenende wurden verstärkte Kontrollen angekündigt.

Lesen Sie jetzt