Corona im Kreis: Nur 25 Hochzeitsgäste - was das heißt für Stolzenhoff

rnHochzeit und Corona

Auflagen für Hochzeitsfeiern gab es schon in den vergangenen Monaten. Nach dem erneuten Anstieg der Infektionszahlen im Kreis Unna gibt es jetzt noch strengere Regeln zu beachten.

Lünen

, 11.10.2020, 09:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Er soll der schönste Tag im Leben werden - der Hochzeitstag. In Zeiten von Corona erweist sich allerdings gerade dessen Planung als knifflig.

Ständig gibt es neue Regeln und gerade bei einer Veranstaltung wie der Trauung, die gut und gerne schon ein Jahr im Voraus bis ins kleinste Detail geplant wird, grenzt es ans Unmögliche, angemessen auf die ständig neue Lage zu reagieren.

Dennoch: im Sommer kam es durch allmähliche Lockerungen zu einem Aufatmen in der Hochzeitsbranche. Auch Dennis Stolzenhoff, vom Catering Stolzenhoff, hat dies beobachten können: „Im September und August konnte man relativ gut Hochzeiten durchführen. Wir haben um die 60 pro Woche organisiert.“

Steigende Corona-Infektionszahlen

Die steigenden Infektionszahlen der letzten Monate und das Überschreiten des Inzidenzwertes vieler Regionen zieht jetzt aber Konsequenzen für Hochzeitsfeiern nach sich.

„Wir kriegen das mit voller Breitseite mit“, sagt Stolzenhoff. „Wir haben aber schon seit März immer wieder Stornos bekommen.“ Man habe sich also etwas darauf einstellen können. „Viele haben die Feierlichkeiten verschoben, einfach weil es zu stressig wurde. Das ist auch vollkommen nachvollziehbar. Eine Hochzeit soll schließlich ein freudiges Erlebnis sein.“

Dennoch habe es auch Fälle gegeben, in denen Paare sich spontan dazu entschieden haben, doch noch zu heiraten.

Möglichkeiten, sich auf die wandelnden Bedingungen einzustellen

Für beide Szenarien sei die Catering-Firma gewappnet. „Wir sind da ganz flexibel“, erklärt Dennis Stolzenhoff, „bei unserem Partyservice kann man noch fünf Tage vorher kostenfrei absagen. Wenn eine Ansteckung der Grund für die Absage ist, auch noch am selben Tag. Ist eine Location dazu gebucht, kommt es auf den Miet- und Pachtvertrag an, da entsteht dann eventuell ein kleiner Kostenanteil.“

Man versuche sich der Lage so gut wie möglich anzupassen: „Wir halten unsere Einkaufs- und Produktionsstruktur so kurz wie möglich und versuchen eher weniger zu bestellen. Es ist besser, bei Bedarf noch nachzubestellen, als so viel wegschmeißen zu müssen.“

Neue Regeln nach Überschreitung des Inzidenzwerts

Durch das Überschreiten des Inzidenzwertes können nun ab Montag, 12. Oktober, maximal 25 Personen zusammen feiern. „Man kann sicherlich noch eine schöne Feier haben“, findet Stolzenhoff, „aber die klassische, große Hochzeit fällt dadurch natürlich weg.“

Zwar habe man ein spezielles Hygienekonzept einreichen können (Stand 09. Oktober), um auch Feiern mit mehr Leuten zu ermöglichen, das habe Stolzenhoff allerdings abgelehnt: „Wir haben auch eine Verantwortung gegenüber unserer Kunden.“

Der Caterer geht davon aus, dass sich diese Voraussetzungen über den Winter nicht groß ändern werden. „Nächstes Jahr wird dann hoffentlich wieder unter besseren Bedingungen umso ausgiebiger gefeiert.“

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