Corona-Kritik an Bikepark-Eröffnung: Zu wenig Abstand auf der Halde

rnStadt räumt Versäumnis ein

Nicht nur Grund zur Freude war die Eröffnung des Bikeparks auf der Halde in Gahmen. Viele bemängeln fehlenden Abstand in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Stadt räumt ein Versäumnis ein.

Lünen

, 20.08.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Mit Unverständnis reagieren im sogenannten Sozialen Netzwerk Facebook viele auf die Bilder von der Eröffnung des Bikeparks auf der Halde in Lünen-Süd am Dienstagnachmittag. Der eigentlich feierliche Anlass bietet dort auch Anlass zu Kritik. Denn auf den Bildern ist zu sehen: Die Abstände werden teilweise nicht eingehalten, niemand trägt eine Maske. „So sieht Corona im August aus. Kein Schwein hält sich an die Anordnungen. Ich lach mich kaputt über diese genehmigte Veranstaltung.“

Andere bemängeln, dass in der Schule durchgängig Maske getragen werden müssne, es dort aber nicht mehr wichtig zu sein scheint. Der Beitrag hat mittlerweile knapp 150 Kommentare, viele davon verärgert. Dass vermehrt Kritik geäußert wird, ist bei Facebook einerseits nichts Ungewöhnliches. Die Anzahl der kritischen Kommentare übersteigt jedoch das übliche Maß.

Stadt: Kein erhöhtes Gesundheitsrisiko

Die Frage, ob bei der Veranstaltung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bestand, beantwortet Stadtsprecher Benedikt Spangardt mit einem klaren „Nein“. Er räumt dennoch ein, die Stadt hätte „die Gäste womöglich noch konsequenter auf ihre Verantwortung, sich und andere zu schützen, aufmerksam machen können“. In seiner Ansprache habe aber beispielsweise Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns schon darauf hingewiesen.

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Laut Spangardt waren auch mehr Menschen da, als die Stadt geplant und eingeladen hatte. Es sei als „geschlossene Veranstaltung mit 60 eingeladenen“ Gästen geplant gewesen, am Ende seien „wohl aufgrund von Mundpropaganda“ rund 100 Personen anwesend gewesen. Weil das Gelände groß genug und die Veranstaltung komplett im Freien stattgefunden habe, seien die zusätzlichen Personen nicht ausgeschlossen worden.

Im Übrigen dürften Versammlungen laut Coronaschutzverordnung mit bis zu 300 Teilnehmern stattfinden, wenn Vorkehrungen getroffen werden. Das habe die Stadt getan, es habe Möglichkeiten zur Händedesinfektion und Getränke nur aus verschlossenen Flaschen gegeben. Die Teilnehmer seien namentlich und mit Kontaktdaten erfasst worden.

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