Corona-Schutz: Weiter Besuchsverbot im St.-Marien-Hospital in Lünen

Coronavirus

Der Kreis Unna hatte eine Lockerung des Besuchsverbot in allen Kliniken des Kreises angekündigt für die kommende Woche. Dazu wird es nicht kommen - zu groß sind die Bedenken.

Lünen

, 31.05.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das St.-Marien-Hospital: Patientenbesuche sind hier vorerst weiter nicht möglich.

Das St.-Marien-Hospital: Patientenbesuche sind hier vorerst weiter nicht möglich. © Goldstein

Mit den abnehmenden Corona-Zahlen hatte der Kreis Unna eine Lockerung des Besuchsverbotes in den Kliniken ab Anfang Juni in Aussicht gestellt. In einem bestimmten Zeitfenster hätten Angehörige die Patienten dann besuchen können. Daraus wird erst einmal nichts: „Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, aber wir müssen das Besuchsverbot aufrecht erhalten“, sagt Dr. Axel Weinand, Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Lünen Werne, zu dem das St.-Marien-Hospital in Lünen und das Christophorus Krankenhaus in Werne gehören, am Freitag (29.5.).

Besuche nur in Einzelfällen

Eine Lockerung hätte bedeutet, „dass mehrere hundert Besucher in relativ kurzer Zeit in das Krankenhaus drängen“. Das sei organisatorisch „nicht zu managen“, weil die Daten der Besucher hätten erhoben werden müssen, ein medizinisches Screening wäre ebenfalls notwendig gewesen.

Patientenbesuche seien in begründeten Fällen weiterhin möglich, etwa bei Schwerstkranken Menschen, solche Fälle sollen künftig großzügiger behandelt werden. Werdende Väter dürfen überdies weiter die Geburt begleiten und die junge Mutter besuchen. Eine zeitliche Perspektive für die Aufrechterhaltung nennt Weinand in der Mitteilung nicht. Der Kreis Unna teilte indes mit, die Lockerung sei auf Ende Juni verschoben. Die Klinik am Park war am Freitag nicht zu erreichen.

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